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Deutschland deutlich unter dem EU-Durchschnitt

Die Arbeit im Homeoffice stellt für Arbeitnehmer viele Vorteile dar. Weit verbreitet ist sie in Deutschland aber noch nicht. Laut einer aktuellen Umfrage wünschen sich 85 Prozent der Mitarbeiter mehr Flexibilität bei der Arbeitsgestaltung.

Elf Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten auch im Homeoffice. Damit liegt der Anteil laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung unter dem EU-Durchschnitt von 17 Prozent. Im Gegensatz dazu stehen die Wünsche der Arbeitnehmer: Eine aktuelle Umfrage von Careerbuilder ergab, dass 85,6 Prozent der Arbeitnehmer gerne die Möglichkeit hätten im Homeoffice zu arbeiten. Weiter ergab die Umfrage, dass immerhin 60 Prozent der Unternehmen dies auch erlauben.

Quelle: Jobs.de/CareerBuilder
Quelle: Jobs.de/CareerBuilder

Individuelle Vor- und Nachteile

Ob ein Arbeitnehmer überhaupt von zuhause arbeiten möchte, hängt stark von individuellen Präferenzen ab. Während 41,3 Prozent Vorteile bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehen und sich 20 Prozent zuhause besser konzentrieren können, haben kumulierte 14,3 Prozent Bedenken wegen des fehlenden Kontakts zu Kollegen und der eigenen Disziplin. Dazu kommt noch die Tatsache, dass viele Chefs (40 Prozent) keine Befürworter von Heimarbeit sind.

Dazu müssen noch organisatorische Probleme gelöst werden: Es muss etwa sichergestellt sein, dass die Datenschutzrichtlinien des Unternehmens auch im Homeoffice eingehalten werden.

Quelle: Jobs.de/CareerBuilder
Quelle: Jobs.de/CareerBuilder

Nützlich beim Recruiting

Bei der Entscheidung, Arbeiten im Homeoffice zu erlauben, sollten neben allgemeinen Bedenken und dem Aufwand, um etwa eine sichere IT-Infrastruktur zu installieren, auch die Vorteile gesehen werden. Eine Mehrheit der Arbeitnehmer wünscht sich immerhin mehr Flexibilität – so kann die Möglichkeit der Heimarbeit bei jungen Bewerbern ein Pluspunkt sein und zur Bildung einer Arbeitgebermarke eingesetzt werden. “Gerade für Mitarbeiter oder potenzielle Bewerber aus der Generation Y und Z stehen Zufriedenheit und Wertschätzung im Job in Kombination mit einer guten Work-Life-Balance immer mehr im Fokus”,  so Karsten Borgmann, Geschäftsführer von Careerbuilder.

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