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Die Arbeit bei Hitze überstehen

Bei heißen Temperaturen kann die Arbeit zur Qual werden.
Bild: © Cyril Comtat/Fotolia.com
Bei heißen Temperaturen kann die Arbeit zur Qual werden.
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Hitze und Sonneneinstrahlung sind für viele eine Belastung. Ein Recht auf Hitzefrei gibt es nach dem deutschen Arbeitsschutzrecht allerdings nicht. Zu starker Wärmebelastung kommt die UV-Strahlung. Besonders die rund 2,7 Millionen Menschen hierzulande, die im Freien arbeiten, sind erheblicher UV-Strahlung ausgesetzt. Um das Risiko von Hautkrebs zu mindern, sollten sich die Betroffenen schützen und UV-dichte Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen sowie eine Kopfbedeckung mit Nackenschutz tragen. Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor gegen UVA- und UVB-Strahlen beugt Hautkrankheiten vor. Diese Empfehlungen gibt der TÜV Rheinland.

Wer kann, sollte seine Arbeitszeit den Temperaturen anpassen. Also Außenarbeiten möglichst morgens oder am späten Nachmittag durchführen. In der heißen und strahlungsintensiven Mittagszeit längere Pausen machen,

empfiehlt Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin von TÜV Rheinland. Auch Sonnenschirme und mobile Überdachungen halten schädliche Strahlen fern.

Sonnenschutz, bequeme Kleidung und flexible Arbeitszeitregelungen helfen

Für Berufstätige, die in Innenräumen arbeiten, gilt: Bei mehr als 26 Grad Celsius sollen bestimmte Schutzmaßnahmen getroffen werden. Bei über 30 Grad Celsius muss der Arbeitgeber Maßnahmen einleiten, indem er zum Beispiel für einen effektiven Sonnenschutz durch Jalousien sorgt oder auch Getränke bereitstellt. Hilfreich sind außerdem Gleitzeitregelungen, um die Arbeit in die Morgen- und Abendstunden zu verlagern. Mitarbeiter können heiße Arbeitstage angenehmer gestalten, indem sie Kleidung tragen, die Schweiß aufnimmt, bequeme Schuhe anziehen und die Klimaanlage nicht zu stark runterkühlen.

Viel trinken, Pflanzen aufstellen und elektrische Geräte auslagern

Pflanzen spenden Sauerstoff und auch zu einem gewissen Anteil Feuchtigkeit. Nicht benötigte Geräte wie Drucker oder Kopierer stehen besser in separaten Räumen oder werden vorübergehend ausgeschaltet. Generell sollten Menschen an heißen Tagen 2,5 bis drei Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt trinken. Empfohlen sind stilles Wasser und Mineralwasser, verdünnte Obstsäfte und ungezuckerte Frucht- und Kräutertees. Die Erfrischungsgetränke sollten nicht zu kalt sein. Sonst versucht der Körper, die Kälte mit viel Energie auszugleichen – die Folge: Er erwärmt sich erneut. Erfrischend wirkt es auch, die Unterarme gelegentlich unter kaltes Wasser halten.

Weitere Informationen unter:
www.tuv.com

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