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Die Belegschaft muss mit ins Boot

Damit der digitale Wandel Erfolg hat, müssen die Mitarbeiter einbezogen werden. Foto: © Gina Sanders/Fotolia.de
Damit der digitale Wandel Erfolg hat, müssen die Mitarbeiter einbezogen werden. Foto: © Gina Sanders/Fotolia.de

Rund ein Drittel (32 Prozent) der Chief Technical Officer (CTOs) und Chief Information Officer (CIOs) ist der Meinung, dass eine stärkere Einbindung der Mitarbeiter am wichtigsten ist, um die Digitalisierung von Unternehmen erfolgreich zu bewältigen. Damit die Angestellten zum digitalen Wandel ihres Unternehmens entscheidend beitragen, sind außerdem transparente Entscheidungsprozesse wichtig. 27 Prozent der CIOs und CTOs geben dies an, damit ist Transparenz der zweitwichtigste Faktor, um Firmen erfolgreich digital aufzustellen. Das heißt, wichtige Veränderungen müssen ausführlich erläutert und deren Konsequenzen klar an alle Mitarbeiter kommuniziert werden, damit Mitarbeiter Veränderungen leichter nachvollziehen und besser umsetzen können.

Nur zwölf Prozent der CIOs und CTOs halten die Technik für entscheidend

Darüber hinaus sagen 13 Prozent der IT-Leiter und technischen Direktoren, eine verstärkte Kommunikation des Senior-Managements über die Auswirkungen digitaler Transformation sei notwendig. Auf Platz vier mit zwölf Prozent steht die Änderung der Führungskultur. Ebenfalls lediglich zwölf Prozent der CIOs und CTOs denken, dass für eine erfolgreiche Digitalisierung bessere technische Geräte und Tools nötig sind. Das sind Ergebnisse einer Arbeitsmarktstudie von > Robert Half, für die im vergangenen Jahr 200 CTOs und CIOs in Deutschland befragt wurden.

Setzen die Mitarbeiter ihr digitales Know-how für das Unternehmen ein und sind sie motiviert, neue Methoden und Techniken zu verwenden, digitalisiert sich ein Unternehmen fast aus sich selbst heraus,

kommentiert Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half, die Befragungsergebnisse.

IT-Abteilung unter Aufgaben- und Weiterbildungsdruck

Die Studie folgert aus den Antworten der CIOs und CTOs außerdem, dass es von zentraler Bedeutung sei, die gesamte Belegschaft bei der Umgestaltung des Unternehmens einzubinden. Denn die IT-Abteilung allein könne diese Aufgabe nicht bewältigen, da IT-Spezialisten immer größerem Druck ausgesetzt sind: Die größten Herausforderungen der vergangenen fünf Jahre für IT-Spezialisten in Deutschland sind laut Befragung eine wachsende Arbeitsbelastung (31 Prozent) und die fachliche Weiterentwicklung (30 Prozent). IT-Abteilungen stünden aufgrund der digitalen Transformation unter doppeltem Druck, sagt Christian Umbs. Das Arbeitspensum steige ohnehin, weil immer mehr Prozesse die Unterstützung der IT-Abteilung benötigen. Zudem erfordere der Wettbewerb, immer weitere Prozesse zu digitalisieren und auch das sei maßgeblich Aufgabe der IT-Teams, so Umbs.

Kleine Unternehmen haben mehr digitalen Nachholbedarf

Am deutlichsten diagnostizieren Befragte aus Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern den Aufgaben- und Weiterbildungsdruck. Auch auf die Frage, wie gut ihre IT-Abteilungen auf die Digitalisierung vorbereitet sind, antworten CIOs und CTOs kleinerer Firmen skeptischer als der Durchschnitt. Verbesserungspotential erkennen aber alle Befragten unabhängig von der Unternehmensgröße.