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Die besten Länder für Ausländerinnen

In Luxemburg sind weibliche Expats am zufriedensten im Job.
Foto: © michaklootwijk/Fotolia.de
In Luxemburg sind weibliche Expats am zufriedensten im Job.
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Fast die Hälfte der Frauen, die im Ausland leben (46 Prozent), ist wegen ihres Berufs oder eines eigenen Unternehmens umgezogen. Von den männlichen Expats hingegen gehen rund 70 Prozent aus beruflichen Gründen ins Ausland. Dennoch ist der Job auch bei den weiblichen Expatriates die häufigste Motivation. Ein Drittel der Frauen (33 Prozent) ist ihrem Partner zuliebe ins Ausland gegangen und etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) war auf der Suche nach einer persönlichen Herausforderung.

Arbeiten und leben im Ausland: Geld ist nicht alles

Ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Frauen macht sich vor dem Umzug ins Ausland Sorgen um Lebenshaltungskosten und Steuern, und über ein Drittel (36 Prozent) verdient weniger als zuhause. Doch Geld ist nicht alles: Drei von fünf Frauen sind mit ihrem Job, der Work-Life-Balance sowie ihrer allgemeinen finanziellen Situation im Ausland zufrieden und knapp 80 Prozent insgesamt mit ihrem Leben im Ausland. Fast jede Dritte (31 Prozent) erwägt sogar, dauerhaft zu bleiben. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des sozialen Netzwerks > Internations hervor. An der Expat-Insider-Umfrage, die jährlich durchgeführt wird, haben über 6000 im Ausland lebende und arbeitende Frauen teilgenommen. Insgesamt nahmen an der Studie rund 14 300 Frauen und Männer mit 174 Nationalitäten aus 191 Ländern teil. Untersucht wurden 67 Zielländer hinsichtlich Lebensqualität, Eingewöhnung im Gastland, Familie, Arbeit, Finanzen und Lebenshaltungskosten.

Luxemburg, Taiwan und Deutschland vorn

Wenn es um die Länder geht, in denen berufstätige Frauen die besten Erfahrungen gemacht haben, führen Luxemburg, Taiwan und Deutschland die Rangliste an.
Das erstplatzierte Luxemburg, das im Ranking auch bei den Männern vorn liegt, überzeugt Frauen besonders wegen der positiven Wirtschaftslage und der sicheren Arbeitsplätze, aber auch hinsichtlich der Sicherheit steht das Großherzogtum an der Spitze.
In Taiwan auf Rang zwei sind die weiblichen Expats mit ihren Karrierechancen zufriedener als im weltweiten Durchschnitt. Außerdem ist die Mehrheit mit ihrem momentanen Job zufriedener als dies im internationalen Mittel der Fall ist.
Deutschland – auf Platz drei – punktet wie Luxemburg mit sicheren Arbeitsplätzen. Fast die Hälfte aller Expat-Frauen hierzulande (46 Prozent) sind Angestellte oder Führungskräfte; weltweit sind es lediglich 36 Prozent. 65 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen sind hier mit ihren Karrierechancen im Allgemeinen zufriedener als gobal. Bei weiblichen Expatriates schneidet Deutschland auch in puncto Sicherheit und politische Stabilität überdurchschnittlich gut ab.

Auch in Ungarn und Bahrain sind weibliche Expats sehr zufrieden

Auf den Plätzen vier und fünf folgen Ungarn und Bahrain – Länder, zu denen männliche Expats eine relativ negative Meinung haben. Zwar verdienen 43 Prozent der befragten Frauen in Ungarn weniger, als sie im Heimatland in einer gleichen Position verdienen würden – ein Anteil, der über dem globalen Mittel von 31 Prozent liegt –, doch das Land schneidet aus weiblicher Sicht überdurchschnittlich gut ab in Bezug auf Karrierechancen und die allgemeine Zufriedenheit im Arbeitsleben sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
In Bahrain lebten sich die befragten Frauen dank einer freundlichen Atmosphäre leicht ein, mehr als jede Vierte fand leicht Freunde unter der einheimischen Bevölkerung. Auch in den Kategorien Job & Karriere sowie Work Life Balance liegt der Inselstaat im Persischen Golf relativ weit vorne, ebenso hinsichtlich der Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz-
In den Top Ten der für berufstätige Frauen am besten geeigneten Länder folgen Australien, Ecuador, Neuseeland, Norwegen und Dänemark. 2016 waren noch Malta, Costa Rica, Österreich und Tschechien unter den zehn besten Staaten.

Vier der schlechtesten Zielländer für ausländische Frauen in Südeuropa

Das Land mit den schlechtesten Umfrageergebnissen – bei Männern und Frauen – ist Griechenland. Wenig Karrierechancen sehen Frauen aber auch in den südeuropäischen Ländern Italien (vorletzter Platz), Zypern (viertletzter Platz) und Portugal (siebtletzter Platz). Außerdem macht den Frauen in Brasilien, einem beliebten Ziel für Entsendungen durch Arbeitgeber, das Wirtschaftsklima Sorgen (drittletzter Rang), ebenso in Argentinien (fünftletzter Rang). Auch in den Golfstaaten sind ausländische Arbeitnehmerinnen sehr gefragt, doch nach Ansicht der dort lebenden weiblichen Expats lassen sich Arbeit und Privatleben in Saudi-Arabien und Katar nicht gut vereinbaren. Die Liste der für ausländische Frauen ungeeignetsten zehn Länder komplettieren Ägypten und die Türkei.