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Die meisten Deutschen sind zufrieden und angstfrei

Junge Mitarbeiterin im Büro streckt zufrieden die Arme hinter den Kopf.
Laut einer Befragung sind die meisten Bundesbürger mit ihrer Arbeitsstelle zufrieden und halten ihren Job für sicher.
Foto: © contrastwerkstatt/Fotolia.de

Etwa jeder zweite Mitarbeiter hierzulande (46 Prozent) freut sich morgens beim Aufstehen fast immer oder eher häufig auf die Arbeit. 37 Prozent gehen mal weniger und mal mehr freudvoll in die Firma. Fast ein Fünftel (17 Prozent) freut sich eher selten oder fast nie auf den Job.

Zwei Drittel der Bundesbürger sagen Ja zu ihrer Arbeitsstelle

Insgesamt sind die Bundesbürger dann auch mit ihrer Arbeit zufrieden: Auf einer Skala von 1 (sehr unzufrieden) bis 7 (sehr zufrieden) vergeben sie im Durchschnitt die Note 5. Rund ein Drittel (32 Prozent) bezeichnet sich als zufrieden mit der aktuellen Arbeitsstelle. Fast zwanzig Prozent (19 Prozent) geben an, sehr zufrieden zu sein und 16 Prozent sind etwas zufrieden. Immerhin fast jeder Vierte (23 Prozent) ist mit dem derzeitigen Job jedoch etwas unzufrieden bis sehr unzufrieden. Was die Jobzufriedenheit je nach Geschlecht angeht, so gibt es kaum Unterschiede. Das sind Ergebnisse einer Langzeitumfrage von > Qualtrics. Dafür werden bundesweit in regelmäßigen Abständen vollzeitbeschäftigte Berufstätige aus verschiedenen Branchen zu ihrer persönlichen Arbeitssituation befragt. An der ersten Welle der vierteljährlich stattfindenden Befragung nahmen 502 Arbeitnehmer teil, davon 55 Prozent Männer und 45 Prozent Frauen. Mehr als die Hälfte der Befragten arbeitet seit fünf Jahren oder länger in ihrem Unternehmen.

Je höher die Position, umso mehr Zufriedenheit

Die Zufriedenheit im Job hängt unter anderem mit der Position im Unternehmen zusammen: 78 Prozent der Manager mit mehr als drei Jahren Berufserfahrung, 75 Prozent der Manager mit weniger als drei Jahren Führungserfahrung und 80 Prozent des Top-Führungspersonals bezeichnen sich selbst als etwas bis sehr zufrieden mit ihrer Arbeitsstelle. Bei Mitarbeitern, die weiter unten in der Hierarchie stehen, ist die Zufriedenheit zum Teil wesentlich geringer.

Die Jüngsten sind am unzufriedensten

Neben der Position beeinflusst auch das Alter die Zufriedenheit mit dem Job. Am unzufriedensten mit einem Wert von 4,69 auf der Skala sind die Mitarbeiter unter 25 Jahren. Es folgen die die 35- bis 44-Jährigen mit 4,89 Punkten und die 25- bis 34-Jährigen mit einem Wert von 4,91. Die Gruppe der 45- bis 54-Jährigen kommt auf einen Zufriedenheitswert von 5,16 und am zufriedensten von allen sind die über 55-Jährigen, die einen Wert von 5,28 erreichen. Die 35- bis 44-jährigen Arbeitnehmer, die insgesamt am zweitwenigsten zufrieden sind, sind vor allem im Bereich der Work Life Balance sehr unzufrieden; 38,89 Prozent von ihnen geben dies an. Ein Grund dafür könnte laut Studie sein, dass Mitarbeiter in dieser Lebensphase meistens stark familiär eingebunden und gleichzeitig in einem Alter sind, in dem wichtige Karriereschritte anstehen.

Die Mehrheit hat keine Angst vor Jobverlust

Im Rahmen der Studie befragte Qualtrics die Teilnehmer auch danach, für wie sicher sie ihren Job halten. Der Mittelwert auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht sicher) bis 10 (sehr sicher) liegt danach bei 7,79, wobei mehr als gut drei Viertel der Befragten (78 Prozent) eine 7, 8, 9 oder 10 vergaben. Trotzdem würde es jeder Zweite als eher bis sehr schwierig empfinden, bei einem anderen Arbeitgeber eine Stelle zu finden, die der derzeitigen Tätigkeit entspricht. Rund jeder Dritte (34 Prozent) denkt hingegen, dies würde ihm eher leicht bis sehr leicht fallen.

Jeder zweite HR-Verantwortliche findet leicht neue Mitarbeiter

Gleichzeitig wurden die Personalverantwortlichen unter den Studienteilnehmern gefragt, wie leicht es ihnen fällt, vakante Stellen zu besetzen. Auf der Skala von 1 (sehr leicht) bis 7 (sehr schwierig), ergab sich ein Mittelwert von 3,58. Im Einzelnen gaben 51 Prozent an, es würde ihnen eher leicht bis sehr leicht fallen, neue Mitarbeiter zu finden, während 29 Prozent das Neubesetzen offener Posten als eher schwierig bis sehr schwierig betrachten.

Kaum Bedenken in Bezug auf künstliche Intelligenz und Roboter

Was die zunehmende Technisierung der Arbeitswelt betrifft, so gehen fast zwei Drittel aller Befragten (64 Prozent) nicht davon aus, dass sich die Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) negativ auf ihre Arbeitsplatzsicherheit auswirken. Rund ein Viertel der Befragten (23 Prozent) gibt an, Roboter könnten nur wenige ihrer Arbeiten übernehmen. Lediglich elf Prozent fürchten, Roboter könnten viele ihrer Aufgaben übernehmen und lediglich zwei Prozent können sich vorstellen, dass Roboter künftig alle ihre Aufgaben übernehmen werden.