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Die meisten nutzen HR-Software, ein Viertel auch Big Data

Big Data wird in Unternehmen noch nicht so groß geschrieben, HR Software dagegen schon.
Foto: © vectorfusionart/Fotolia.de
Big Data wird in Unternehmen noch nicht so groß geschrieben, HR Software dagegen schon.
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84 Prozent der Personaler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen HR-Software. 94 Prozent von ihnen stufen sie als wichtig oder sehr wichtig ein. 60 Prozent der Personaler arbeiten schon fünf Jahre und länger mit HR-Software. Das geht aus dem HR-Software-Report 2017 hervor, für die das österreichische Magazin > “Personalmanager” gemeinsam mit den Netzwerkportalen HRM.at, HRM.de und HRM.ch 150 Personalverantwortliche aus Österreich, Deutschland und der Schweiz befragt hat.

Einsatz von HR-Software heute und morgen

Die meisten Personalabteilungen (82 Prozent) setzen HR-Software für die Lohn- und Gehaltsabrechnung ein, gefolgt vom Arbeitszeitmanagement (79 Prozent) und Bewerbermanagement (59 Prozent). Auf den nachfolgenden Plätzen rangieren Recruiting (48 Prozent), Mitarbeiterportale und Self Service (41 Prozent), Unfall-, Kranken und Abwesenheitsmanagement (39 Prozent), Reisekostenabrechnung (38 Prozent), Personalcontrolling, Personalverwaltung und die digitale Personalakte (jeweils 35 Prozent) sowie Personalentwicklung, Weiterbildung und Bildungscontrolling (34 Prozent).

Jede vierte HR-Abteilung nutzt Big Data

Viele HR-Bereiche sehen sich inzwischen mit großen Datenmengen konfrontiert, schon allein aufgrund der umfangreich dokumentierten HR-Prozesse. Dennoch ist Big Data noch ein relativ neues Thema für Personaler. Knapp jeder vierte (24 Prozent) der befragten HR-Experten gab an, dass sein Unternehmen im Personalbereich Big Data betreibt. 66 Prozent tun dies noch nicht und zehn Prozent der Personaler konnten die Frage nicht beantworten. Betrachtet man die Studienergebnisse nach Ländern, zeigt sich, dass von den deutschen Personalmanagern 32 Prozent mit Big Data dabei sind, während es bei den österreichischen Kollegen erst 16 Prozent und bei den Schweizern lediglich zwölf Prozent sind.

Haupteinsatzgebiet von Big Data: die Personalauswahl

Big Data kommt vor allem bei der Personalauswahl zum Einsatz; 42 Prozent der Befragten gaben dies an. Jeweils 36 Prozent sagten, dass sie Big Data nutzen, um die Führungsqualitäten zu verbessern und Personal zu gewinnen. In der Zukunft wollen die Unternehmen Big Data vor allem zur Personalgewinnung (70 Prozent) und Mitarbeiterbindung (55 Prozent) einsetzen. 48 Prozent erwarten dadurch Verbesserungen in der Personalauswahl und im Talent Management.

Pluspunkt Nummer eins: mehr Prozesstransparenz

Gefragt danach, wie sich Big Data auf die Arbeit der Personaler auswirken wird, antworteten gut drei Viertel (76 Prozent), dass sie sich eine höhere Transparenz der Prozesse erhoffen. 73 Prozent setzen auf bessere Entscheidungsgrundlagen und 70 Prozent rechnen damit, dass Big Data zu schnelleren Entscheidungen verhilft.

Einwände: Datenschutz, Kompetenz- und Geldmangel

Von den Studienteilnehmern, in deren Firma Big Data im Personalmanagement noch keine Rolle spielt, nannten mit 35 Prozent die meisten datenschutzrechtliche Probleme. 33 Prozent sagten, es fehlten entsprechende Kompetenzen und 30 Prozent mangelt es am Budget. Darüber hinaus sieht fast ein Viertel (23 Prozent) in Big Data keinen Sinn und 14 Prozent rechnen bei einer etwaigen Einführung mit Widerstand im Unternehmen.