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Digitalisierung verändert Arbeitsumfeld

Mensch hinter Grafik
New Work ist für Wissensarbeiter noch keine flächendeckende Realität. Foto: © vegefox.com/AdobeStock

Zu diesem Ergebnis kommt die neue Hays-Studie “Wissensarbeit im
digitalen Wandel”, für die mehr als 1.000 hochqualifizierte Fachkräfte aus
Deutschland mit einem akademischen Abschluss befragt wurden.

770 der befragten
Wissensarbeiter sind fest angestellt und 272 freiberuflich tätig. Von
den fest angestellten Fachkräften sind etwa die Hälfte in einer
Führungsrolle und circa acht Prozent in der Geschäfts- bzw.
Unternehmensleitung tätig.

Dennoch sind die über 1.000 befragten
Wissensarbeiter der Studie in der Frage gespalten, ob sich
Unternehmen nun in Richtung New-Work entwickeln: Dem Anteil positiv
gestimmter Wissensarbeiter steht eine gleiche Anzahl gegenüber, die
durch die Digitalisierung eher eine Tendenz zurück zu herkömmlichen
Modellen konstatiert.

So nehmen 41 Prozent der angestellten
Wissensarbeiter einen Ausbau der Eigenverantwortung wahr, während 30
Prozent eine Stärkung der Hierarchien feststellen. Eine Vertrauenskultur
halten 38 Prozent für etabliert, dagegen sprechen 30 Prozent von
perfektionierten Anreiz- und Kontrollsystemen. Und dass die
Selbstorganisation ausgebaut wird, konstatieren 34 Prozent. Umgekehrt
sehen jedoch 38 Prozent eine Entwicklung hin zu strafferen Prozessen,
Regeln und Hingaben.

Eine Ursache für dieses empirische Bild könnte sein, dass viele Unternehmen  sich beim digitalen Wandel vor
allem auf Technik fokussieren. So sagen 34 Prozent der Wissensarbeiter, ihr
Arbeitsalltag habe sich durch neue Technologien stärk verändert. Dies
gilt jedoch in weit geringerem Umfang für die weichen Themen Führung und
Kultur. Hier sagen nur 16 bzw. 17 Prozent, auf diesen Feldern hätte es
starke Veränderungen gegeben.

Dass die Digitalisierung ihre
Wissensarbeit überflüssig macht, befürchtet die breite Mehrheit der
Befragten (72 Prozent) allerdings nicht. Gleichwohl halten es 53 Prozent für
wahrscheinlich oder möglich, künftig in ihrer Wissensarbeit mit
Maschinen und digitalen Lösungen zu interagieren. Für ihre Tätigkeit sei
künftig ein breiteres Überblickswissen gefragt (61 Prozent). Dagegen
gehen nur 34 Prozent der befragten Wissensarbeiter davon aus, dass durch
die Digitalisierung der Grad ihrer Spezialisierung zunehme.