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Drängende Themen, fehlende Umsetzung

Das Erkennen wichtiger Führungsaufgaben ist die eine Sache, die Umsetzung eine andere.
Bild: © eelnosiva/Fotolia.de
Das Erkennen wichtiger Führungsaufgaben ist die eine Sache, die Umsetzung eine andere.
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Für 80 Prozent der Führungskräfte ist das Managen von Veränderungen aktuell die größte Herausforderung. An zweiter Stelle steht der Umgang mit der wachsenden Komplexität in ihrem Führungsbereich; 68 Prozent geben dies an. Das dritte Thema, das Führungskräfte am meisten beschäftigt, ist für 56 Prozent die Wahrnehmung ihrer Vorbildfunktion.

Weitere Herausforderungen für Führungskräfte sind das Schaffen von Transparenz (52 Prozent), die Beachtung der eigenen Work-Life-Balance und der Umgang mit Kostendruck (jeweils 51 Prozent), das Erreichen der gesetzten Ziele sowie die Wahrung von Glaubwürdigkeit (je 50 Prozent). Das geht aus dem HR-Report 2015/2016 hervor, für den das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) im Auftrag des Personaldienstleisters Hays über 500 Führungskräfte befragt hat.

Glaubwürdigkeit und andere Knackpunkte

Der Umgang mit den Herausforderungen ist für die befragten Manager jedoch nicht leicht, denn obwohl die genannten Themen eine große Wichtigkeit haben, werden sie noch lange nicht realisiert. So geben weniger als die Hälfte (45 Prozent) der Befragten an, dass die Manager den notwendigen Change-Prozess tatsächlich vorantreiben. Nicht einmal ein Drittel (32 Prozent) ist der Meinung, dass in ihrem Unternehmen die Führungskräfte wirklich eine Vorbildfunktion einnehmen. Und nur rund ein Viertel (26 Prozent) sieht sich dem Umgang mit der wachsenden Komplexität in ihrem Führungsbereich gewachsen. Eine große Lücke zwischen Herausforderung und Umsetzung besteht auch beim Thema Glaubwürdigkeit; nur 25 Prozent sagen, dass die Wahrung der Glaubwürdigkeit in ihrem Unternehmen gegeben ist. Am wenigsten Differenz zwischen Bedeutung und Realisierung der Themen besteht noch beim Kostendruck und beim Erreichen der gesetzten Ziele.

Zeitmangel verhindert Wahrnehmung von Führungsaufgaben

Dass es nicht gelingt, wichtige Führungsaufgaben genügend wahrzunehmen, liegt aus Sicht der Manager hauptsächlich an Zeitmangel, wie 75 Prozent der Befragten betonen. Die Ursache besteht laut Studie darin, dass die Führungskräfte zu viel Zeit damit verbringen, ihre Mitarbeiter eng zu steuern. Über zwei Drittel der Vorgesetzten können ihre Mitarbeiter noch nicht loslassen, geschweige denn, ihnen mehr Eigenverantwortung übertragen. Fast jeder Zweite (48 Prozent) hat auch Schwierigkeiten damit, den richtigen Führungsstil zu wählen.

Aus dem Dilemma kommen die Manager nur heraus, wenn sie den Mitarbeitern mehr Eigenverantwortung einräumen, sagt Christoph Niewerth, Vorstand der Hays AG:

Moderne Führung bedeutet nicht mehr, rein sachlich über die Aufgaben zu führen, sondern die Mitarbeiter selbst in den Mittelpunkt zu rücken,

so Niewerth. Das bedeute, den Mitarbeitern Freiräume zu eröffnen und ihre Weiterentwicklung im Auge zu haben.

Die Studie steht > hier zum Download bereit.

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