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Covid-19-Krise aus Sicht von Top-Managern

Stapel von Münzen, nach rechts kleiner werdend, darüber
Drei Viertel der Unternehmen gehen für das zweite Halbjahr 2020 von Umsatzeinbußen aus.
Foto: © Dominik Neudecker/StockAdobe

Rund 75 Prozent der Unternehmen gehen im zweiten Halbjahr 2020 von einem Umsatzeinbruch gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus und befürchten, dass die Nachfrage nach dem Shutdown der Wirtschaft zurückhaltend bleiben wird. Mehr als jeder zweite Top-Manager prognostiziert, dass der Geschäftsumsatz im nächsten Jahr bestenfalls ähnlich ausfällt wie in diesem Jahr. Ein Drittel der Firmen erwartet für 2021 ein mäßiges Umsatzwachstum gegenüber 2020 und nur fünf Prozent rechnen mit einem starken Wachstum. Am zuversichtlichsten sind Unternehmen im Apparate-/Spezialmaschinenbau, in der Logistik und im Gesundheitswesen, inklusive der Pharma- und Chemiebranche. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Interim-Management-Dienstleisters > Brainforce unter mehr als 3500 Top Führungskräften hervor.

Mehrheit findet öffentliche Unterstüzungsmaßnahmen angemessen

Rund drei Viertel der Umfrageteilnehmer halten die getroffenen öffentlichen Unterstützungsmaßnahmen für angemessen, um eine schwere Wirtschaftskrise zu vermeiden. Viele größere Firmen halten sie für übertrieben, während eine Minderheit der befragten Mikro-Unternehmen die Maßnahmen als unzureichend empfindet.

Digitalisierung ist eine der größten Herausforderungen nach der Krise

Als größte Herausforderungen nach der Krise schätzen die Top-Manger die Digitalisierung und das Liquiditätsmanagement ein, gefolgt von verstärkten Vertriebs-/Absatzanstrengungen, Kostenreduktion und Innovation. Um Unternehmen künftig erfolgreich zu führen, wünschen sich rund 60 Prozent der befragten Manager eine bessere Kommunikationsfähigkeit ihrer Führungskräfte. 45 Prozent setzen verstärkt auf Agilität und 35 Prozent auf stärkere Entscheidungsfähigkeit und -freude sowie auf emotionale Resilienz.

Pharma und Chemie gehören zu den Branchen, die ihre Produktion erhöhen wollen

Derzeit haben die meisten Unternehmen nicht vor, etwas an der Wertschöpfungstiefe zu ändern. Lediglich rund jedes fünfte mittlere Unternehmen mit 50 bis 250 Mitarbeitern plant, die eigene Produktion zu erhöhen. Diese Absicht haben insbesondere die Sektoren Großhandel und Konsumgüter, Maschinen- und Anlagenbau sowie Pharma und Chemie. Laut Befragung wollen circa zwei Drittel der Unternehmen ihre Internationalisierungsstrategie beibehalten. Rund 20 Prozent beabsichtigen, vermehrt Produktion und Beschaffung zu lokalisieren und den internationalen Vertrieb zu verstärken. China bleibt nach Ansicht der Befragten ein Schlüsselmarkt.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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