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KI und Jobverlust – wie Deutsche darüber denken

Restaurant mit Roboter als Bedienung
Selbst in der Gastronomie werden schon Roboter eingesetzt. Jeder dritte Mitarbeiter der Branche befürchtet einen Stellenabbau durch KI.
Foto: © zapp2photo/StockAdobe

Acht von zehn Beschäftigten hierzulande (80 Prozent) denken, dass ihre Arbeitsplätze durch KI nicht gefährdet sind. Am zuversichtlichsten mit 96 Prozent sind Mitarbeiter aus den Bereichen Finanzen und Rechnungswesen. Ebenfalls optimistisch geben sich Mitarbeiter der Medienbranche (92 Prozent) und auch Arbeitnehmer aus Verwaltung und Kundenservice (je 88 Prozent) haben keine Angst, dass sie angesichts der neuen technologischen Möglichkeiten arbeitslos werden. Die Optimisten erwarten vielmehr, dass KI es Ihnen ermöglicht, stärker mit Menschen am Arbeitsplatz zu interagieren, effizienter zu arbeiten und bestehende Geschäftsprozesse zu verbessern. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie von > Genesys. Dafür wurden in Deutschland im April dieses Jahres 801 berufstätige Erwachsene befragt.

Arbeitsplätze in der Fertigung am meisten durch Roboter & Co bedroht

Insgesamt geht gut die Hälfte der Befragten davon aus, dass KI Arbeitsplätze in der Fertigungsindustrie ersetzen wird. Rund jeder Dritte rechnet damit, dass dies im Handel und in der Datenerfassung der Fall sein wird. Von den Mitarbeitern der Fertigungsindustrie selbst befürchtet ein Drittel (34 Prozent), dass durch KI und Roboter Jobs abgebaut werden. Gleichzeitig haben 43 Prozent Angst davor, dass ihr Unternehmen ohne den Einsatz von modernen Technologien nicht wettbewerbsfähig bleibt.

In HR und Gastronomie fürchtet jeder Dritte Jobabbau durch KI

Neben Beschäftigten der Fertigung sind es Mitarbeiter aus der Gastronomie und dem HR-Bereich, die den Abbau von Arbeitsplätzen und den Wegfall einfacher Tätigkeiten im Vergleich zu anderen Berufsgruppen am meisten befürchten. In der Gastronomie gehen 38 Prozent davon aus, dass Stellen gestrichen werden, und im Personalbereich rechnet ebenfalls mehr als jeder dritte Arbeitnehmer (35 Prozent) damit. HR ist – neben dem Marketing – der Bereich, in dem KI laut Studie derzeit bereits am häufigsten eingesetzt wird: Von den Personalern arbeitet schon ein Drittel der Mitarbeiter mit KI-basierten Lösungen. Trotz ihrer Befürchtungen sind 70 Prozent der HR-Mitarbeiter davon überzeugt, über die notwendige Kompetenz zu verfügen, um mit KI-Anwendungen arbeiten zu können.

Mitarbeiter der Gesundheitsbranche haben kaum Angst, durch Technologie ersetzt zu werden

Im Unterschied zu HR und Marketing wird Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen bislang erst bei fünf Prozent und im Bildungsbereich bei lediglich vier Prozent der Beschäftigten eingesetzt. In diesen Branchen sind rund zwei Drittel der Mitarbeiter (65 Prozent) der Meinung, dass ihre Arbeitgeber konkurrenzfähig bleiben, auch wenn sie keine KI-Anwendungen oder Bots einsetzen. Auch befürchten nur sieben Prozent der Angestellten im Gesundheitswesen, dass die Technologie in den nächsten zehn Jahren ihren Job überflüssig machen könnte, da Fähigkeiten wie Empathie dringend benötigt würden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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