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Erst nochmal die Mails checken…

Die meisten Arbeitnehmer sind auch im Urlaub mit der Firma verbunden.
Bild: © forcdan/Fotolia.com
Die meisten Arbeitnehmer sind auch im Urlaub mit der Firma verbunden.
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, nimmt mal einen Anruf vom Chef entgegen oder checkt abends im Hotelzimmer oder Ferienhaus die dienstlichen Mails.

Sieben von zehn Bundesbürgern (72 Prozent), die Urlaub machen, beantworten auch in dieser Zeit dienstliche Anrufe, E-Mails oder Kurznachrichten wie SMS, WhatsApp-Nachrichten oder iMessages. Zwei Drittel nehmen Anrufe entgegen, 58 Prozent reagieren auf Kurznachrichten und 48 Prozent lesen und beantworten E-Mails. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Dafür befragte Bitkom Research 1.007 Bundesbürger ab 14 Jahren, darunter 545 Berufstätige.

Für Notfälle auch in den Ferien erreichbar zu sein, zeige die hohe Identifikation vieler Mitarbeiter ihrem Unternehmen, ihrem Team oder ihren Aufgaben, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Er ergänzt jedoch:

Im Urlaub muss man aber auch einmal vollständig abschalten können. Die Unternehmen sollten gemeinsam mit ihren Mitarbeitern Regeln entwickeln, wie der Erholungsbedarf der Mitarbeiter und die Leistungsfähigkeit der Organisation in ein gutes Gleichgewicht gebracht werden können.

Frauen und jüngere Berufstätige schalten häufiger ab

Lediglich etwas mehr als jeder vierte Berufstätige (28 Prozent) schaltet im Urlaub komplett ab und reagiert nicht auf dienstliche Anrufe, Kurznachrichten oder E-Mails. Dabei gibt es jedoch geschlechtsspezifische und altersbedingte Unterschiede. Frauen genehmigen sich die völlige Auszeit eher: Von ihnen sind 32 Prozent nicht erreichbar, während es bei den Männern nur 24 Prozent sind. Unter den Jüngeren bis 29 Jahre sind 45 Prozent während der Ferien nicht dienstlich zu erreichen gegenüber lediglich 24 Prozent bei den Älteren. Für 22 Prozent der Arbeitnehmer stellt sich die Frage nach der Erreichbarkeit allerdings gar nicht, weil sie diesen Sommer keinen Urlaub haben.

Weitere Informationen unter:
www.bitkom.org