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Europäischer Best Practice Award verliehen

Prävention ist besser: Ein europäischer Preis würdigt Beispiele zur Belastungsminimierung am Arbeitsplatz und zur Gesundheitsförderung.
Foto: © Photographee.eu/Fotolia.de
Prävention ist besser: Ein europäischer Preis würdigt Beispiele zur Belastungsminimierung am Arbeitsplatz und zur Gesundheitsförderung.
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Der Preis wurde im Rahmen der aktuellen Kampagne “Gesunde Arbeitsplätze für jedes Alter” vergeben. Ausgezeichnet wurden Unternehmen, die die Arbeitsbedingungen sowohl ihrer jungen als auch ihrer älteren Mitarbeiter gesundheitsförderlich gestalten. Insgesamt zeichnete die Europäische Arbeitsschutzagentur acht Arbeitgeber für ihre Beispiele guter Praxis aus, darunter zwei Unternehmen aus Deutschland: die Continental AG aus Hannover und die Heidelberger Druckmaschinen AG. Die beiden Arbeitgeber wurden zunächst auf nationaler Ebene ausgewählt und schließlich von der europäischen Jury prämiert.

Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitsfähigkeit

Das Programm der Heidelberger Druckmaschinen lautet “Wandel gestalten – Arbeitsfähigkeit stärken. Aktive Förderung von Gesundheit, Knowhow und Flexibilität durch ein beteiligungsorientiertes Handlungspaket”. Damit fördert das Unternehmen die Gesundheit der Mitarbeiter besonders im Hinblick auf den demografischen Wandel. Arbeitgeber und Beschäftigte ermittelten gemeinsam den persönlichen Handlungsbedarf und erarbeiteten bedarfsgerechte Maßnahmen. Dazu zählen Konstruktionsänderungen, um die Montage und Wartung der Maschinen zu erleichtern, und dauerhafte Angebote wie ein Lauftreff oder die “aktive Pause” sowie Entwicklungsprogramme für Führungskräfte, um eine unterstützende Führungsarbeit zu stärken. Außerdem wurde ein firmeninternes Gesundheitscenter eröffnet.

Umgestaltung belastender Arbeitsplätze

Die Continental AG hat ein Ergonomie- und Demografieprogramm implementiert mit dem Ziel, die Mitarbeiter unabhängig von Alter und Geschlecht flexibel einsetzen zu können. Das Unternehmen identifiziert systematisch Arbeitsplätze, an denen die Beschäftigten hohen psychischen und/oder physischen Belastungen und Gefährdungen durch die Arbeitsorganisation, die Umgebungsbedingungen und körperlicher Beanspruchung ausgesetzt sind, und gestaltet sie um. Im Rahmen einer ergonomischen Gefährdungsbeurteilung erfasst und bewertet der Arbeitgeber Belastungen mithilfe des Belastungs-Dokumentations-Systems und analysiert im Anschluss die Daten. Zudem richtete das Unternehmen eine Good-Practice-Datenbank ein. Neue Arbeitsplätze sollen im Sinne einer erfolgreichen Primärprävention alternsstabil und geschlechterneutral gestaltet werden.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und allen ausgezeichneten Praxisbeispielen gibt es > hier.