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Fehlende Effizienz bei internationalen Unternehmen

Global agierende Firmen haben bei der Entgeltabrechnung nicht immer den Durchblick.
Foto: © carlosgardel/Fotolia.de
Global agierende Firmen haben bei der Entgeltabrechnung nicht immer den Durchblick.
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90 Prozent der multinationalen Unternehmen denken, dass ein unternehmensweit einheitliches Abrechnungssystem die wirtschaftlichste Lösung ist. Tatsächlich hat aber nur knapp ein Drittel (29 Prozent) ein System im Einsatz, das weltweit einheitliche und umfassende Abrechnungsstandards festlegt.

Zwei Drittel der Firmen nutzen regional unterschiedliche Payroll-Systeme

65 Prozent der international agierenden Firmen setzen dagegen regional unterschiedliche Payroll-Systeme ein. Und gut fünf Prozent haben sogar noch gar keine automatisierten Entgeltsysteme eingeführt, sondern bearbeiten ihre Abrechnung ausschließlich manuell. Das zeigt eine aktuelle Studie von > SD Worx, die Struktur und Aufbau der Entgeltabrechnung global tätiger Unternehmen untersucht hat. Dafür wurden im Oktober 2016 rund 500 Payroll- und HR-Verantwortliche großer internationaler Arbeitgeber befragt.

Divergierende Fehlerquoten, Ungenauigkeit und uneinheitliche Servicelevel

Die Studie zeigt, dass der Einsatz regional unterschiedlicher Payroll-Systeme Ungenauigkeiten und Inkonsistenzen mit sich bringt und es an globaler Transparenz bei der Abrechnung mangelt. So sieht mehr als jeder zweite Befragte (56 Prozent) in den regional stark divergierenden Fehlerquoten und Datengenauigkeiten eines der größten Abrechnungsprobleme. 42 Prozent vermissen einheitliche, unternehmensweit gültige Servicelevel. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Studienteilnehmer beklagt die zu hohen Abrechnungskosten. Für 29 Prozent ist das zeitintensive Partner-Management problematisch und für 20 Prozent stellt das Fehlen eines unternehmensweit konsistenten Berichtswesens ein Problem dar.

Viele multinationale Unternehmen hätten noch nicht realisiert, dass ineffektive Abrechnungssysteme die Unternehmensprofitabilität durch hohe Kosten und hohe Komplexität belasten, sagt Thierry Vanbever, Director Global Services and Solutions von SD Worx.

Das Thema muss über die reine HR-Ebene hinaus auf Top-Management Ebene adressiert werden,

folgert Vanbever. Die Implementierung eines unternehmensweit integrierten Abrechnungssystems sei schließlich eine Entscheidung von strategischer Reichweite.