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Frauen führen besser

Mit Mitarbeitern an einem Seil ziehen - das schaffen weibliche Chefs besser, weil sie empathischer sind. Foto: © Nick Freund/Fotolia.de
Mit Mitarbeitern an einem Seil ziehen – das schaffen weibliche Chefs besser, weil sie empathischer sind. Foto: © Nick Freund/Fotolia.de

Emotionale und soziale Kompetenzen gehören dazu, um Mitarbeiter effektiv zu führen. Dabei schneiden weibliche Manager fast durchgehend besser ab als ihre männlichen Kollegen. Der größte Unterschied zwischen den Geschlechtern liegt im Bereich der Selbstwahrnehmung: Frauen haben im Vergleich zu Männern weltweit eine mehr als hundert Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, sich selbst richtig wahrzunehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine globale Studie der > Korn Ferry Hay Group, für die in den Jahren 2011 bis 2015 über 55.000 Mitarbeiter aus 90 Ländern befragt wurden.

Bei der Auswertung für Europa zeigt sich außerdem, dass Frauen mit 74 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit ein durchgehend empathisches Verhalten aufweisen. Auch bei den Kompetenzen Coaching & Mentoring, Einfluss auf andere, motivierendes Führungsverhalten, Konfliktmanagement, Sensibilität für organisatorische Aspekte, Anpassungsfähigkeit und Teamwork schneiden Frauen laut Studie global besser ab als Männer.

Männer sind nur in Sachen Selbstkontrolle besser

Der kleinste Unterschied zwischen den Geschlechtern zeigt sich bei der positiven Grundhaltung. Hier schneiden Frauen mit lediglich neun Prozent höherer Wahrscheinlichkeit durchgehend besser ab. Es gibt eine einzige soziale Kompetenz, bei der Männer vorn liegen: die Selbstkontrolle.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir mehr Frauen in Führungspositionen brauchen. Denn zwischen einer hohen emotionalen Intelligenz und einer guten Performance als Führungskraft besteht ein enger Zusammenhang,

folgert Dr. Bibi Hahn, Geschäftsführerin der Hay Group, aus der Studie. Unternehmen sollten sich ihrer Meinung noch stärker bemühen, Frauen mit hohen Werten bei sozialen und emotionalen Kompetenzen zu identifizieren und zu fördern.

Chefs mit hoher emotionaler Intelligenz binden und motivieren Mitarbeiter

Die Studie zeigt, dass emotionale Intelligenz einen großen Einfluss darauf hat, wie lange ein Mitarbeiter im Unternehmen bleibt. Manager, die über hohe soziale und emotionale Kompetenz verfügen, schaffen häufig ein Umfeld für Mitarbeiter, sich stärker zu engagieren und länger an das Unternehmen zu binden. Bei Führungskräften mit einer gering ausgeprägten emotionalen Intelligenz steigt dagegen die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter den Betrieb verlassen. Führungskräfte mit einer hohen emotionalen und sozialen Kompetenz bewahrten, so Hahn, auch in hektischen Zeiten einen kühlen Kopf, stärkten den Teamzusammenhalt, seien empathische Mentoren und könnten ihre Mitarbeiter inspirieren.

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