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Führungskultur im Wandel

Umdenken ist angesagt: Viele Firmen arbeiten an ihrer Führungskultur.
Bild: © Robert Kneschke/Fotolia.de
Umdenken ist angesagt: Viele Firmen arbeiten an ihrer Führungskultur.
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Mehr als jedes zweite Unternehmen hierzulande ist derzeit dabei, seine Führungskultur zu überdenken. Der Hauptgrund dafür ist die Sorge, dass Mitarbeiter abwandern könnten.

Für 89 Prozent der Unternehmen in Deutschland ist es aktuell eine große oder sogar sehr große Herausforderung, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Knapp drei Viertel (74 Prozent) der HR-Manager sind zudem besorgt, Top-Mitarbeiter an die Konkurrenz zu verlieren.

Zwei von drei Firmen wollen die Mitarbeiterbindung stärken

Angesichts dieser problematischen Situation beginnt man in den Führungsetagen umzudenken: Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Unternehmen ändern gerade ihre Führungskultur oder planen dies: 38 Prozent sind bereits dabei, um die Mitarbeiterbindung zu stärken, und 26 Prozent planen es aus dem gleichen Grund für die nächsten zwei Jahre. Weitere acht Prozent haben ihre Führungskultur bereits angepasst.

Außerdem sind 16 Prozent der Firmen dabei, die Führungskultur aufgrund unternehmerischer Anforderungen zu ändern. Lediglich 14 Prozent sehen keine Notwendigkeit, ihre Führungskultur zu modifizieren. Das zeigt eine aktuelle Arbeitsmarktstudie von > Robert Half. Dafür wurden branchenübergreifend 200 HR-Manager befragt.

Zu einer erfolgreichen Führungskultur gehört Wertschätzung

Ein wichtiger Faktor, um mit der Führungskultur Mitarbeiter zu binden und zu gewinnen, seit die Kommunikation und Wertschätzung, kommentiert Sven Hennige, Senior Managing Director bei Robert Half, .die Befragungsergebnisse. Dazu gehöre etwa die Einbindung der Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse und die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen.

Wie erfolgreich die neue Führungskultur sein wird, hängt daher maßgeblich davon ab, wie stark die Mitarbeiter von Anfang an mit eingebunden werden und deren Feedback mit einfließt,

so Hennige.

Ohne Kommunikation und Transparenz geht nichts

Im Rahmen der Studie wurden die HR-Manager auch nach den häufigsten Fehlern in der Personalführung gefragt. Am meisten genannt wurde eine unzureichende Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten; 40 Prozent gaben dies an. Mehr als jeder zweite Studienteilnehmer (52 Prozent) hält jedoch die Förderung einer offenen und transparenten Kommunikation für das Hauptkriterium, um eine erfolgreiche Führungskultur zu etablieren. Jeder dritte der Personalverantwortlichen ist außerdem der Ansicht, ein Führungsstil sei dann erfolgreich, wenn Mitarbeiter ermutigt werden, Feedback an das Management zu geben.