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Für Expats ist das Leben in Hongkong am teuersten

Für Expats entstehen in der über sieben Millionen Einwohner zählenden Metropole Hongkong die höchsten Lebenshaltungskosten. Bild (CCO): pexels.com
Für Expats entstehen in der über sieben Millionen Einwohner zählenden Metropole Hongkong die höchsten Lebenshaltungskosten. Bild (CCO): pexels.com

Im letzten Jahr waren die Kosten für Auslandsentsendungen in der angolanischen Hauptstadt Luanda am höchsten. Dieses Jahr ist Hongkong der neue Spitzenreiter unter den weltweit teuersten Städten für Expats. Luanda rückte auf den zweiten Platz. Auf dem dritten und vierten Rang folgen unverändert Zürich und Singapur. Den fünften Platz nimmt Tokio ein. Das Leben dort hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verteuert; 2015 stand die Stadt noch auf Platz elf. Ebenfalls stark erhöht – von Platz 13 auf Platz sechs – haben sich die Kosten in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. Auf Platz sieben in diesem Jahr liegt Shanghai. Den achten Rang nimmt Genf ein, damit zählen gleich zwei Schweizer Städte zu den zehn teuersten Metropolen weltweit. Bern hingegen rutschte von Rang neun im Jahr 2015 auf Rang 13 ab. Die Liste der derzeitigen Top 10 komplettieren N’Djamena auf Rang neun und Peking auf dem zehnten Platz. Die weltweit günstigste Stadt im Ranking ist Windhoek in Namibia.

Drei Schweizer Städte unter den Top 10

Betrachtet man nur die europäischen Metropolen, so ergibt sich folgendes Bild: Auf die Schweizer Städte Zürich, Genf und Bern folgen London (weltweit Platz 17), Kopenhagen (Platz 24), Paris (44), Dublin (47), Mailand (50), Wien (54) und Rom (58). Einige Städte in Europa konnten ihren Rang weitgehend halten, da der Euro gegenüber dem US-Dollar stabil notierte. In Oslo auf Platz 59 (2015 Platz 38) und Moskau auf Platz 67 (vorher 50) gingen die Lebenshaltungskosten dagegen zurück, was auf die Kursverluste der lokalen Währungen gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen ist. Die britische Stadt London rangiert auf Platz 17 und damit fünf Plätze tiefer als letztes Jahr und Birmingham liegt nun auf Platz 96, 15 Plätze tiefer als 2015. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie von > Mercer. Die jährlich durchgeführte weltweite Vergleichsstudie bewertet die Lebenshaltungskosten für ins Ausland entsandte Mitarbeiter in 209 Großstädten. Die Werte schließen auch die Wohnungskosten ein und stützen sich auf die Wechselkurse vom März 2016.

Die Kosten für Auslandsentsendungen werden unter anderem von der Wechselkursentwicklung, der Güter- und Dienstleistungsinflation und stark schwankenden Kosten für Wohnraum beeinflusst. Diese Faktoren können Auslandsentsendungen teurer oder auch billiger machen, sagt Ilya Bonic, Senior Partner und Präsident des Talent-Bereichs von Mercer. Aufgrund der niedrigen Inflationsraten seien die Kosten rund um die Welt relativ stetig angestiegen.

Um die Mitarbeiter dazu zu bewegen, sich auf die für eine Verbesserung der Unternehmensergebnisse erforderlichen Umzüge einzulassen, müssen die Unternehmen faire und wettbewerbsfähige Vergütungspakete bieten,

so Bonic.

Beim Blick auf Deutschland zeigt sich, dass die heimischen Metropolen im Ranking allesamt nach oben kletterten. So liegt München auf Rang 77, gefolgt von Frankfurt (88), Berlin (100), Düsseldorf (107), Hamburg (113), Stuttgart (129), Nürnberg (160) sowie als günstigste deutsche Stadt Leipzig auf Rang 165. Den deutlichsten Sprung machte die Hansestadt Hamburg, die im Ranking um elf Plätze aufstieg.

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