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Generationen Y und Z besorgt um ihre berufliche Zukunft

Junger Mann im Homeoffice auf Sofa mit Laptop, nachdenklich schauend
Vor allem junge Arbeitnehmer sorgen sich in der Corona-Krise um ihre berufliche Weiterentwicklung. Foto: © Prostock-studio-stock.adobe.com

Eine Studie von > Peakon hat das Mitarbeiterengagement in der Corona-Krise untersucht. Für den Covid-19 Impact Report wurden insgesamt zehn Millionen Antworten von Mitarbeitern ausgewertet, davon knapp eine Viertelmillion aus Deutschland. Die Grundlage der Erhebung bilden Antworten auf die sogenannte eNPS-Frage (Employee Net PromoterScore), also “Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Ihren Arbeitgeber weiterempfehlen?”, dabei wurden die Antworten vom Januar und Juli verglichen.

Hierzulande stagniert die Mitarbeitermotivation seit Jahresbeginn

Für Deutschland zeigt die Auswertung der Studie, dass die Mitarbeitermotivation seit Januar stagniert. Weltweit ist das Engagement leicht um zwei Prozent gestiegen. Hierzulande schätzen die Menschen die Chancen ihrer persönlichen Weiterentwicklung um 1,5 Prozent niedriger ein als Anfang des Jahres, während dieser Wert auf globaler Ebene so gut wie unverändert blieb.

Weltweit sorgen sich junge Arbeitnehmer um ihre berufliche Zukunft

Allerdings ist es eine internationale Beobachtung, dass vor allem junge Arbeitnehmer besorgt um ihre berufliche Zukunft sind. Bei der Generation Z fielen die Werte zur Weiterentwicklungsfrage im Juli um 3,5 Prozent und bei der Generation Y, den sogenannten Millennials, gab es einen Rückgang um zwei Prozent. Bei der Generation X hingegen stieg der Wert um 1,5 Prozent und bei den Babyboomern sogar um 2,4 Prozent – viele Vertreter der letzteren Gruppe stehen allerdings auch bereits kurz vor dem Renteneintritt.

Da Unternehmen plötzlich ihre Strategie ändern
mussten, konzentrierten sie sich zunächst mehr auf Widerstandsfähigkeit
als auf Mitarbeiterwachstum. Dabei ist das Thema Weiterentwicklung einer
der wichtigsten Einflussfaktoren auf das Mitarbeiterengagement,

sagt
Martin Daniel, Community Manager für DACH & Nordics bei Peakon.
Auch wirke sich die Krise vor allem auf jüngere Beschäftigte aus.
Unternehmen müssten sich jetzt darauf konzentrieren, eine agilere
Lernkultur zu entwickeln und Tools einzuführen, mit denen Wissen
unkompliziert geteilt werden kann.

Zugelegt hat die Zufriedenheit der Beschäftigten mit ihrer Autonomie

Die Arbeit im Homeoffice kommt laut Studie gut an. So hat die Zufriedenheit der Mitarbeiter beim Thema Autonomie weltweit um zehn Prozent zugenommen; hierzulande wurde ein Anstieg von sechs Prozent verzeichnet. Die Gründe dafür seien unter anderem die vermehrte Arbeit von zuhause aus und flexiblere Arbeitszeiten. Ein weiterer positiver Aspekt der Krise sei, dass sich Unternehmen mehr um die mentale Gesundheit ihrer Beschäftigten kümmern, heißt es. So ist das Gefühl der Mitarbeiter weltweit, die Arbeitgeber kümmerten sich mehr um ihr geistiges Wohlbefinden, im Juli gegenüber Januar weltweit um fünf Prozent und in Deutschland um drei Prozent gestiegen. Daniel rät Unternehmen, nun alles daran zu setzen,
die Motivation ihrer Beschäftigten aufrechtzuerhalten und zu fördern.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.