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Weltweite Umfrage zu länderspezifischer Kultur und Führung

Mann in Business-Outfit steht nachdenklich vor virtueller Weltkugel
Jede Kultur auf der Welt ist anders und damit auch die Führungskultur. Eine aktuelle Studie fragt genauer nach.
Foto: © Syda Productions/StockAdobe

Bereits seit 1994 läuft das Forschungs- projekt “Global Leadership and Organizational Behavior Effectiveness (GLOBE)” – auf Deutsch “Effektivität globaler Führung und organisatorischen Verhaltens” in 124 Ländern. Am Projekt sind 280 Wissenschaftler beteiligt. Im Oktober hat die Befragung für zwei Studien der aktuellen Projektphase Globe 2020 in Deutschland begonnen, Koordinatorin ist die Bamberger Wirtschaftswissen- schaftlerin Prof. Dr. Maike Andresen.

Im Fokus: Treiber des Kulturwandels und Einflüsse auf das Führungskräfteverhalten

Eine der Studien soll Aufschluss über Veränderungen in den Kulturen der Länder der ursprünglichen Globe-Studie geben, über die wichtigsten Treiber des Kulturwandels, den Zusammenhang zwischen nationaler Kultur und zwischenmenschlichem Vertrauen sowie Religiosität. Die zweite Studie erfragt den kulturellen Einfluss auf das Verhalten von Führungskräften in verschiedenen Ländern, die sich in Personalmanagementpraktiken, Karrierestrategien, Einstellungen und Leistungen der Mitarbeiter widerspiegeln.

Führungskräfte der mittleren Ebene als Studienteilnehmer gesucht

Für die Online-Befragungen werden jetzt in Deutschland Studienteilnehmer gesucht. Beteiligen können sich Führungskräfte der mittleren Ebene (Leitung von mindestens einer Ebene von Vorgesetzten) aus privaten oder öffentlichen deutschen Organisationen und jeglichen Wirtschaftszweigen. Die Teilnehmer müssen deutsche Staatsbürger oder hier mindestens seit fünf Jahren rechtmäßig ansässig sein.

Wenn die Ergebnisse von Globe 2020 vorliegen, können Organisationen und Führungskräfte verstehen, wie sich das Führungsverhalten zwischen den Kulturen unterscheidet und ob die Wahrnehmungen herausragender Führungskräfte je nach Geschlecht abweichen,

sagt Maike Andresen. Auch werde deutlich werden, wodurch zwischenmenschliches Vertrauen in verschiedenen Kulturen gekennzeichnet ist. So könnten Führungskräfte ihr eigenes Führungsverhalten in der Zusammenarbeit mit internationalen Mitarbeitern oder bei ihren eigenen Auslandstätigkeiten optimieren.

Die Beantwortung der Fragen dauert insgesamt 20 bis 30 Minuten. Anschließend erhalten die Teilnehmer eine Zusammenfassung ihres persönlichen Führungsprofils. Die erhobenen Daten werden anonymisiert, streng vertraulich behandelt und nur zu Forschungszwecken verwendet. Erste Studienergebnisse wird es voraussichtlich ab Oktober 2020 geben.

Die Umfrage läuft bis zum 29. Februar 2020. Bei der > Uni Bamberg gibt es weitere Informationen über das Projekt. Zur Befragung geht es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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