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Gütesiegel für familienbewusste Personalpolitik verliehen

Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender des Vorstands der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, anlässlich der Zertifikatsübergabe.
Foto: Berufundfamilie
Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender des Vorstands der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, anlässlich der Zertifikatsübergabe.
Foto: Berufundfamilie

Die Zertifikatsempfänger– 144 Unternehmen, 109 Institutionen und 41 Hochschulen –  haben Familienbewusstsein in den Fokus ihrer Personalpolitik gerückt, davon profitieren insgesamt rund 584.000 Mitarbeiter und etwa 570.000 Studierende.

Der Auditierungsprozess, an dem die zertifizierten Unternehmen und Hochschulen zuvor teilnehmen müssen, erfasst nicht nur den Status quo der bereits angebotenen Maßnahmen, sondern entwickelt auch das betriebsindividuelle Potenzial für mehr Familienbewusstsein und verankert es in einer verbindlichen Zielvereinbarung.

Familienbewusstsein ist Chefsache

Bei der Bewältigung der Herausforderungen kommt der Führungsspitze eine Schlüsselrolle zu. Die bereits 17-jährige Erfahrung aus den Auditierungen zeigt, dass die gewünschte Änderung hin zu einer mitarbeiter- und ergebnisorientierten Unternehmenskultur in den Unternehmen nur dann gelingt, wenn die oberste Führungsebene das Thema für sich einnimmt.

Dr. h. c. Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender des Vorstands der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, erläutert:

Klare Kommunikation und Signale von der Unternehmensspitze sind notwendig. Denn die operativen Führungskräfte, die die Kultur am stärksten prägen, orientieren sich an diesen Vorgaben.

Familienbewusstsein müsse im doppelten Sinne zur Chefsache erklärt werden, so Weise.

Angebote für alle kommunizieren und Neiddebatte verhindern

Laut den Erkenntnissen der Initiative müssen Unternehmen dafür sorgen, dass Familienbewusstsein Bestandteil von Leitlinien wird. Außerdem müssen sie für eine stringente, fortlaufende Kommunikation über familienbewusste Angebote durch alle Betriebsebenen hinweg sorgen. Dazu gehöre auch, deutlich zu machen, dass jeder Beschäftigte Anspruch auf die Nutzung der familienbewussten Lösungen hat. Die Angebote sollten auch von Führungskräften genutzt werden, die eine wichtige Beispielfunktion einnehmen. Dabei gelte es, eine Neiddebatte zu verhindern, indem aufgezeigt wird, dass jeder schnell in die Situation kommen kann, Unterstützung zu benötigen.

Viele der ausgezeichneten Arbeitgeber bemühen sich seit langem um Nachhaltigkeit in Sachen Familienbewusstsein und haben das Audit bereits mehrfach durchlaufen und als Managementinstrument genutzt: 89 Organisationen wurden zum zweiten, 76 zum dritten, 44 zum vierten und acht bereits zum fünften Mal zertifiziert. Von der ersten Zertifikatsverleihung im Jahr 1999 bis heute haben sich insgesamt 1.574 Arbeitgeber mit rund 2,57 Millionen Mitarbeitern und 1,78 Millionen Studierenden erfolgreich auditieren lassen.

Eine Übersicht über alle Zertifikatsempfänger dieses Jahres gibt es > hier.

Weitere Informationen unter:
www.beruf-und-familie.de