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Nach dem Lockdown – was Homeworker denken

Mitarbeiterin und Mitarbeiter im Büro mit Mundnasenschutz und Desinfektionsmittel
Wer wegen Corona derzeit im Homeoffice arbeitet, wünscht sich für die Zeit danach, dass der Arbeitgeber auf Schutz und Hygiene achtet.
Foto: © Katsiaryna-stock.adobe.com

24 Prozent der deutschen Arbeitnehmer gehen ihrem Job aufgrund von Corona aktuell im Homeoffice nach. Weitere sieben Prozent sind immer von zuhause aus tätig, so dass derzeit fast jeder dritte Berufstätige vom heimischen Schreibtisch aus arbeitet.

Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag von > Glassdoor. Dafür wurden in Deutschland zwischen dem 12. und 15. Juni 1111 Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt.

Mehr Männer als Frauen wollen möglichst bald raus aus dem Homeoffice

Von den Mitarbeitern, die momentan nur wegen des Lockdowns im Homeoffice arbeiten, rechnet gut die Hälfte (52 Prozent) damit, spätestens Ende August wieder im Betrieb ihrem Job nachzugehen. Ein Fünftel (21 Prozent) erwartet, dass dies im September oder Oktober der Fall sein wird. Sieben Prozent gehen von einem noch späteren Zeitpunkt aus.

Fast jeder zweite Befragte (47 Prozent) würde am liebsten so schnell wie möglich wieder von der Firma aus arbeiten. Männer verspüren diesen Wunsch mit 52 Prozent häufiger als Frauen, von denen sich 41 Prozent an ihren eigentlichen Arbeitsplatz zurücksehnen. Dagegen sehen geschlechterübergreifend 43 Prozent keinen Grund dafür, die Rückkehr zu überstürzen.

Vielen Heimarbeitern fehlen Zusammenarbeit und die Trennung von Job und Privatleben

13 Prozent der ins Homeoffice Verbannten vermissen ihren Arbeitsplatz im Unternehmen überhaupt nicht und 15 Prozent würden gern dauerhaft von zuhause aus tätig sein. Insgesamt etwa genauso viele (29 Prozent) geben allerdings an, dass sie Sehnsucht nach dem “gewohnten Arbeitsalltag” haben. Fast sechs von zehn Befragten (57 Prozent) vermissen die persönliche Zusammenarbeit und 52 Prozent den Smalltalk mit Kollegen. Außerdem finden 40 Prozent, dass die klare Trennung von Beruf und Privatleben bei der Arbeit außer Haus einen Vorteil darstellt.

Mitarbeiter plädieren bei der Rückkehr in die Firma vor allem für Desinfektionsmittel und Sicherheitsabstand

Die Homeworker wurden auch zu ihren Erwartungen an Arbeitgeber bei einer baldigen Rückkehr ins Unternehmen befragt. Hier stimmten mit 59 Prozent die meisten Befragten der Aussage zu, dass der Arbeitgeber Desinfektionsmittel bereit halten soll. 56 Prozent erwarten einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu anderen Mitarbeitern und 49 Prozent eine häufigere Reinigung der Büroräume. 39 Prozent bauen auf ein Belüftungskonzept und regelmäßige Durchlüftung der Arbeitsräume. 36 Prozent wünschen sich eine Aufteilung der Belegschaft in Teams, die abwechselnd am Arbeitsort tätig sind. 30 Prozent möchten gern, dass Meetings weiter per Video-Konferenz stattfinden. Jeweils 27 Prozent gehen davon aus, dass am Arbeitsort ein Mundschutz getragen wird und dass der Arbeitgeber Testkapazitäten für Covid-19 bereithält. 24 Prozent rechnen damit, dass die Anzahl der Mitfahrenden in Fahrstühlen begrenzt wird. 17 Prozent erhoffen, dass zwischen den Arbeitsplätzen Schutzscheiben angebracht werden. Darüber hinaus erwarten 16 Prozent Wegeleitsysteme in Gängen und Fluren und 14 Prozent die Sperrung von Gemeinschaftsflächen. Regelmäßiges Fiebermessen bei den Mitarbeitern stößt nur bei sieben Prozent der Befragten auf Zustimmung.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.