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HR und Arbeitsformen im Wandel

Fexibles Arbeiten auch von zuhause aus, dabei kollaborativ, venetzt mit Kollegen, macht Mitarbeiter zufriedener.
Foto: © Rawpixel.com/Fotolia.de
Fexibles Arbeiten auch von zuhause aus, dabei kollaborativ, venetzt mit Kollegen, macht Mitarbeiter zufriedener.
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Der technologische Wandel macht es möglich, flexibler zu arbeiten. Aber auch die Mitarbeiterführung und die Aufgaben von HR müssen neu definiert werden. Ebenso gilt es, das Leistungsmanagement zu überdenken. Doch wie sieht die derzeitige Unternehmenswirklichkeit aus? Was flexible Arbeitspraktiken betrifft, hat sich in Europa bereits viel getan, auch wenn es große regionale Unterschiede gibt. Länderunabhängig lässt sich jedoch sagen, dass sich flexibles Arbeiten positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung auswirkt. Das ist vor allem dann der Fall, wenn mobile Technologien zur Verfügung stehen und Mitarbeiter standortunabhängig arbeiten können.

Mehr Zufriedenheit durch flexibles und kollaboratives Arbeiten

Eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit – und darüber hinaus ein besseres Unternehmensergebnis – entsteht außerdem, wenn Firmen kollaborative Praktiken und interne Mitarbeitermobilität ermöglichen und kollektive Lernsysteme einsetzen. Dies sind Ergebnisse der Studie “Future People: Workplace Evolution in the Age of Digital Transformation” von Cornerstone On Demand. Für die Studie befragte das Marktforschungsunternehmen IDC 1.352 Fachleute aus dem Personalwesen und Fachabteilungsleiter aus 16 europäischen Ländern.

Vielen deutschen Firmen fehlt es an unterstützender IT

Im europäischen Vergleich stehen die Befragten aus Deutschland hinsichtlich flexibler Arbeitsbedingungen recht gut da. Arbeit von zuhause aus ist bei 73 Prozent möglich, 81 Prozent haben flexible Arbeitszeiten. 90 Prozent der Firmen akzeptieren interne interner Mitarbeitermobilität und 84 Prozent bieten Schulungen zu IT-Tools an. Allerdings hinken die Deutschen bei den eher technologiebezogenen Aspekten flexiblen Arbeitens ihren europäischen Kollegen etwas eher hinterher. 48 Prozent können hierzulande Geräte mit Touch-Funktionen bei der Arbeit nutzen, jede zweite Firma unterstützt BYOD (Bring your own device) und bei 74 Prozent ermöglichen IT-Systeme standortunabhängiges Arbeiten. Die Mitarbeiterzufriedenheit der deutschen Studienteilnehmer liegt im europäischen Mittelfeld. 69 Prozent der HR-Mitarbeiter und Manager sind stolz auf ihren Arbeitsplatz und würden ihn weiterempfehlen; im europäischen Durchschnitt sind es 71 Prozent.

Das Thema Mitarbeiterbewertung ist weiterhin für die meisten Unternehmen wichtig. Drei Viertel der hiesigen Abteilungsleiter halten Mitarbeiterbewertungen für sehr nützlich für ihr Team. Inzwischen führen 28 Prozent aller Befragten keine jährliche oder halbjährliche formale Bewertung mehr durch, sondern nehmen sie häufiger vor, manchmal auch kontinuierlich. In Deutschland sind es 24 Prozent.

Abteilungsleiter schreiben HR (noch) vor allem administrative Aufgaben zu

Im Rahmen der Untersuchung wurden die Abteilungsleiter auch nach ihrem Verständnis von HR gefragt. Recht viele nannten administrative Aufgaben wie die Mitarbeiterrekrutierung (42 Prozent), Gehaltsabrechnung (39 Prozent) und Personalverwaltung (35 Prozent). Von ihren europäischen Kollegen unterscheiden sich die deutschen Manager ganz besonders darin, dass sie Mitarbeiterproduktivität als die entscheidende Leistungskennzahl für HR betrachten. Aus Sicht der Abteilungsleiter sind die wichtigsten Chancen zur Verbesserung des Personalwesens die Einführung von Kompetenzmodellen (Workforce Modelling) und Training für Führungskräfte. Für die Studienautoren deuten diese Reformwünsche darauf hin, dass Manager HR künftig eine stärkere strategische und gesamtunternehmerische Rolle zuschreiben werden.

Das Whitepaper der Studie kann > hier zum Download angefordert werden.