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Unternehmen investieren stärker in IT-Sicherheit

Schlosssymbol über IT-Daten und Schrift
2018 geben deutsche Unternehmen erstmal mehr als vier Milliarden Euro für ihre Datensicherheit aus. Foto: © GKSD/Fotolia.de

Mit Hardware, Software und Services für IT-Sicherheit werden hierzulande im laufenden Jahr voraussichtlich 4,1 Milliarden Euro umgesetzt – das ist ein Anstieg von neun Prozent gegenüber 2017, als noch 3,7 Milliarden Euro ausgegeben wurden. Für das nächste Jahr wird ein weiteres Wachstum um neun Prozent auf 4,4 Milliarden Euro prognostiziert. Das geht aus Berechnungen des Marktforschungsunternehmens IDC im Auftrag des Digitalverbands > Bitkom hervor.

Die Unternehmen haben verstanden, dass sie mehr für ihre IT-Sicherheit tun müssen. Also investieren sie,

sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. “Cyberattacken würden immer professioneller und immer mehr Geräte seien untereinander vernetzt. Alles was eine IP-Adresse habe, könne potenziell angegriffen werden und müsse geschützt werden. Erst kürzlich hatte eine Bitkom-Untersuchung ergeben, dass 68 Prozent der Industrieunternehmen in den letzten zwei Jahren Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Diebstahl geworden sind, dabei waren kleinere Unternehmen überproportional betroffen.

Am meisten wird für Dienstleistungen und Software ausgegeben

Laut der aktuellen Untersuchung entfällt der größte Teil der Investitionen dieses Jahr wie auch 2017 auf Dienstleistungen für digitale Sicherheit. In diesem Segment werden 2,2 Milliarden Euro ausgegeben, elf Prozent mehr als im letzten Jahr. An zweiter Stelle stehen Ausgaben für IT-Sicherheits-Software wie beispielsweise Virenscanner oder standardisierte Firewalls: Dafür wurden für 2018 1,3 Milliarden Euro prognostiziert, im Vergleich zu 2017 ein Zuwachs von zehn Prozent. Die Ausgaben für Hardware zur IT-Sicherheit betragen dieses Jahr 550 Millionen Euro, das entspricht einem leichten Anstieg von 0,3 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr. Für 2019 gehen die befragten Unternehmen davon aus, dass die Ausgaben für Serviceleistungen auf 2,4 Milliarden Euro steigen und das Budget für Software auf 1,4 Milliarden Euro zunimmt. Bei der Investition in Hardware ist keine Änderung der Ausgaben geplant.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.