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Jeder Dritte würde wechseln oder reduzieren

Das bedingungslose Grundeinkommen als soziale Hängematte? Nach einer aktuellen Umfrage wäre das eher weniger der Fall. Foto: © andreusK/Fotolia.de
Das bedingungslose Grundeinkommen als soziale Hängematte? Nach einer aktuellen Umfrage wäre das eher weniger der Fall. Foto: © andreusK/Fotolia.de

Seit einiger Zeit wird über einen möglichen Lösungsansatz zur Neuorganisation der Arbeitswelt diskutiert: das bedingungslose Grundeinkommen. Die Schweizer sprachen sich vorgestern in einer Volksabstimmung dagegen aus. In Deutschland würde die Mehrheit der Berufstätigen weiterarbeiten, wenn es einen einheitlichen Geldbetrag zur Grundversorgung gäbe.

Zunehmende Digitalisierung und Individualisierung stellen Ökonomen und Sozialwissenschaftler vor neue Herausforderungen. Am 5. Juni stimmten die Schweizer über ein bedingungsloses Grundeinkommen ab. Danach sollte jeder Erwachsene monatlich 2.500 Franken (rund 2.260 Euro) erhalten – unabhängig davon, ob er arbeitet oder nicht. Der Vorstoß wurde abgelehnt, 78 Prozent stimmten dagegen, 22 Prozent dafür. Ein wichtiger Grund für die Ablehnung seien Unklarheiten und Zweifel bei der Finanzierung des Grundeinkommens gewesen, sagte das Institut gfs.bern. Auch hatten die Schweizer Regierung und viele Parteien den Bürgern empfohlen, gegen den Vorschlag zu stimmen mit dem Argument, das Grundeinkommen sei zu teuer und würde die Schweizer Wirtschaft benachteiligen.

Nur sechs Prozent würden nicht mehr arbeiten

Die Jobbörse stellenanzeigen.de nahm die Abstimmung in der Schweiz zum Anlass, ihre User zu befragen, wie sie auf die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens reagieren würden. Die Umfrage war vom 1. Februar bis zum 1. Mai 2016 online > hier aufrufbar. 1.032 User gaben ihre Meinung zu einer möglichen Umsetzung des Modells hierzulande ab. Danach würde die Mehrheit (63 Prozent) an ihrer Arbeitssituation nichts verändern, sich aber entspannter fühlen. Immerhin fast ein Drittel (31 Prozent) und damit rund 14 Millionen Arbeitnehmer gaben an, dass sie sich eine neue Arbeit oder einen Teilzeitjob suchen würden. Lediglich sechs Prozent der Bundesbürger würden kündigen und nicht mehr arbeiten, wenn die Maßnahme hier umgesetzt werden würde.

Was wäre, wenn… es tatsächlich ein bedingungsloses Grundeinkommen gäbe? Lesen Sie > hier unsere dreiteilige Serie, die sich mit den möglichen Folgen für Gesellschaft, Arbeitgeber und Personalverantwortliche befasst.

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