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Deutsche Unternehmen setzen zunehmend auf Big Data und setzen die aus den Analysen gewonnenen Erkenntnisse auch nutzbringend ein.
Bild: © faithie/Fotolia.de
Deutsche Unternehmen setzen zunehmend auf Big Data und setzen die aus den Analysen gewonnenen Erkenntnisse auch nutzbringend ein.
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Big Data beschreibt die Fähigkeit, große Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen und mit unterschiedlicher Struktur in hoher Geschwindigkeit auszuwerten. Entstanden sind Big-Data-Analysen im Zuge des Fortschritts in der Informationstechnik mit nahezu unbegrenztem Speicherplatz und einer immer höheren Rechengeschwindigkeit. Gut ein Drittel (35 Prozent) der Unternehmen hierzulande nutzt bereits Big-Data-Analysen für die Auswertung großer Datenmengen. Vor zwei Jahren waren es erst 23 Prozent. 34 Prozent der Firmen verfügen über eine Big-Data-Strategie.

Dabei gibt es allerdings Branchenunterschiede: So gehen bereits 56 Prozent der Medienunternehmen und 46 Prozent der Versicherungen strategisch vor, während die Automobilindustrie mit 34 Prozent erst genau im Durchschnitt liegt. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im
Auftrag von KPMG. An der Studie nahmen 704 Unternehmen und 102
Verwaltungen mit mehr als hundert Mitarbeitern teil.

Acht von zehn Firmen nutzen Datenanalysen als Entscheidungsgrundlage

80 Prozent der Firmen geben an, dass relevante Entscheidungen zunehmend auf Erkenntnissen aus der Analyse von Daten basieren. Gut zwei Drittel (69 Prozent) sagen, dass Datenanalysen ein zunehmend entscheidender Baustein für ihre Wertschöpfung sind. Dabei kommen verschiedene Auswertungsmethoden zum Einsatz: Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Unternehmen verwendet deskriptive Analysen, die Informationen über eine aktuelle Situation liefern. 39 Prozent setzen vorausschauende Analysen ein, die Aussagen über zukünftige Entwicklungen machen. Moderne Softwarelösungen, die die Möglichkeit bieten, präskriptive Analysen durchzuführen, die zusätzlich praktische Handlungsempfehlungen geben, verwenden aktuell 15 Prozent der Unternehmen gegenüber zwölf Prozent im Vorjahr.

Laut Umfrage sammeln und analysieren alle befragten Unternehmen Stammdaten, die Basisinformationen wie Name und Anschrift eines Kunden oder Spezifikationen eines Produktes umfassen. 86 Prozent werten Kundendaten aus, 79 Prozent analysieren systemisch erstellte Daten, zum Beispiel Sensor- oder Standortdaten, und 70 Prozent nutzen öffentlich verfügbare Daten, beispielsweise Informationen zur ökonomischen Entwicklung.

Produktion und Prävention sind Haupteinsatzgebiete

In 85 Prozent der befragten Unternehmen kommen Datenanalysen in der Produktionsplanung oder Projektabwicklung zum Einsatz. Im Marketing nutzen 69 Prozent Datenauswertungen für die Kundenanalyse. Ein wichtiges Einsatzgebiet ist der Bereich Finanzen und Controlling: 91 Prozent der Unternehmen nutzen Datenanalysen im Risikomanagement, um potenziell geschäftsschädigende Entwicklungen zu identifizieren und zu bewerten.

Datenanalysen können in allen relevanten Bereichen eines Unternehmens einen Mehrwert generieren, indem sie beispielsweise die Produktion effizienter machen, eine zielgenauere Kundenansprache ermöglichen oder vor finanziellen Risiken warnen,

sagt Peter Heidkamp, Head of Technology bei KPMG. So gaben 70 Prozent der Befragten an, dass sie Geschäftsrisiken durch den Einsatz von Datenanalysen verringern konnten. 54 Prozent konnten eine individuellere Gestaltung von Produkten oder Services erreichen und 51 Prozent ein gezielteres Marketing.

Hemmnisse: Rechts- und Sicherheitsbedenken sowie fehlende Ressourcen

Die größten Hemmnisse für den Einsatz innovativer Datenanalysen sind nach Aussage der teilnehmenden Firmen Rechts- und Sicherheitsbedenken sowie ein Mangel an Ressourcen. 60 Prozent der Unternehmen scheuen davor zurück, eigene Daten für Analysezwecke an einen externen Dienstleister weiterzugeben. 55 Prozent haben ein unzureichendes Budget und 50 Prozent nicht genügend Datenanalyse-Spezialisten. 41 Prozent sagen, es gebe Unklarheiten hinsichtlich der Rechtslage. Vor allem der Durchführung fortgeschrittener Analysen von Daten unterschiedlicher Struktur und Herkunft stehen laut Umfrage Datenschutzbedenken im Weg. Für 29 Prozent der Unternehmen ist die Sorge vor öffentlicher Kritik ein Grund, auf Datenanalysen zu verzichten.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Umfrage gibt es > hier.

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