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Jedes zweite Unternehmen findet Agilität wichtig

ein schnell laufender Hase schlägt Haken/ändert die Richtung
Haken schlagen, flexibel und schnell sein – Agilität steht derzeit hoch im Kurs bei Unternehmen.
Foto: © lstock/Fotolia.de

51 Prozent der Firmen in der DACH-Region geben an, dass die agile Organisation für sie von hoher Relevanz sei. Je jünger die Unternehmens- und HR-Verantwortlichen sowie die Mitarbeiter sind und je höher ihre hierarchische Position ist, als umso stärker empfinden sie die Bedeutung von Agilität. Laut Prognose wird der Stellenwert für die Firmen in den kommenden drei Jahren auf 69 Prozent ansteigen. Das zeigt der HR-Report 2018, den > Hays und das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) gemeinsam erstellt haben. Dafür wurden 1036 Mitarbeiter aus Unternehmen im deutschsprachigen Raum befragt; davon waren 17 Prozent Geschäftsführer, 22 Prozent HR-Führungskräfte, 38 Prozent Fachbereichsleiter und 24 Prozent Mitarbeiter ohne Personalverantwortung.

Hauptgrund für Agilität ist mehr Flexibilität

Und warum müssen oder wollen Unternehmen agil werden? Die Studienteilnehmer wurden nach den Gründen gefragt, die für die Anpassung hin zu einer agilen Organisation sprechen. Als ersten Grund mit 55 Prozent nannten die Befragten das Argument, damit eine höhere Flexibilität im Unternehmen erreichen, zum Beispiel in der Produktentwicklung, der Bearbeitung von Projekten oder beim Personaleinsatz. An zweiter Stelle mit 51 Prozent steht der Faktor Schnelligkeit: Mit einer agilen Struktur – im Gegensatz zur klassischen Linienorganisation – sollen schnellere Reaktionszeiten ermöglicht werden, etwa bei veränderten Marktbedingungen und Kundenanforderungen. Auf dem dritten Rang mit 46 Prozent nannten die Befragten den Grund, eine stärkere Vernetzung der Wissensträger/Mitarbeiter zu erreichen, auch über Abteilungs- oder Bereichsgrenzen hinweg. Mit jeweils 43 Prozent stehen zwei weitere Argumente im Vordergrund: die Anpassung an sich verändernde Rahmenbedingungen des Marktes, des Wettbewerbs oder der Gesetzeslage sowie das Ziel, einen höheren Grad der Selbstorganisation der Mitarbeiter zu erzielen. Agile Methoden verwenden die befragten Unternehmen derzeit allerdings nur sporadisch: Lediglich knapp ein Fünftel (19 Prozent) nutzt Design Thinking und nur jede neunte Firma (elf Prozent) setzt Scrum ein.

Hürden: Verantwortungsfragen, Prozessgestaltung und fehlendes Vertrauen

Gefragt nach den Spannungsfeldern zwischen agiler und klassischer Linienorganisation, gaben die Studienteilnehmer vor allem die Klärung von Verantwortlichkeiten (31 Prozent), die Neuausrichtung vorhandener Prozesse und Strukturen (28 Prozent) und mangelndes Vertrauen innerhalb der Organisation (26 Prozent) an. Wenn es um die kulturellen Topthemen geht, an denen Unternehmen zu arbeiten haben, sagte ein Drittel, dass Mitarbeiter künftig mehr Verantwortung übernehmen müssen. Fast genauso viele (je 32 Prozent) nannten die Entwicklung einer höheren Fähigkeit zur Selbstorganisation in Teams und den offeneren Umgang mit kritischen Themen.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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