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Jobangebote für Pflegepersonal deutlich gestiegen

Von Mai 2014 bis April 2015 waren in Deutschland knapp 57.900 Stellenanzeigen für Pflegeberufe ausgeschrieben. Das sind 29 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der ausschreibenden Unternehmen ist in den letzten zwölf Monaten um 16 Prozent auf 11.400 Inserenten angewachsen. Besonders viele Stellenanzeigen wurden im ersten Quartal 2015 ausgeschrieben. Mit 71 Prozent kommt die Mehrheit der Stellenangebote für Pflegepersonal aus der Branche Gesundheit, Soziales und Bildung. Aber auch Personaldienstleistungsunternehmen suchten mit einem Anteil von 20 Prozent aller Jobofferten recht intensiv nach passenden Fachkräften. Das geht aus Analysen des aktuellen Adecco-Stellenindex hervor. Für den Index wertet Adecco monatlich die Stellenangebote aus 155 Printmedien und 29 Online-Jobbörsen in Deutschland aus.

Jobanzeigen in Printmedien beliebter als in anderen Branchen

Inserenten, die nach Pflegepersonal suchen, nutzen für ihre Anzeigen im Vergleich zu anderen Arbeitgebern viel häufiger verschiedene Printmedien. Während der durchschnittliche Anteil an Printanzeigen nur bei 17 Prozent lag, wurden 38 Prozent der Pflegeberufe in Zeitungen und Anzeigenblättern veröffentlicht.

Ein Drittel sucht nach examinierten Gesundheits- und Krankenpflegern

Am häufigsten suchten die Unternehmen nach examinierten Gesundheits- und Krankenpflegern; 33 Prozent der Stellenzeigen fragten diese Mitarbeiter nach. An zweiter Stelle folgten Altenpfleger mit 29 Prozent. 15 Prozent suchten allgemein nach einer Pflegefachkraft, unabhängig vom Ausbildungsschwerpunkt. In elf Prozent aller Anzeigen für Pflegeberufe waren Physio- und Ergotherapeuten gefragt. Dahinter folgten Pflegehelfer für verschiedene Bereiche (neun Prozent), Kinderkrankenpfleger (sieben Prozent) und Heilerziehungspfleger (fünf Prozent).

Proportional die meisten Pflegekräfte in Brandenburg gesucht

Ein Viertel aller Pflegejobs wurde in den letzten zwölf Monaten in Bayern ausgeschrieben. Dahinter folgen Nordrhein-Westfalen mit 18 Prozent und Baden-Württemberg mit 14 Prozent. Die wenigsten offenen Stellen mit jeweils nur einem Prozent gab es in Sachsen-Anhalt, im Saarland und in Bremen. Berücksichtigt man allerdings die unterschiedliche Größe der jeweiligen Bundesländer und deren Stellenmärkte, ist der Anteil an offenen Stellen für Pflegeberufe in Brandenburg mit vier Prozent doppelt so hoch wie im bundesweiten Durchschnitt.

Einsatzbereitschaft der Fachkräfte ist stark gefragt

Neben den fachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten erwarten die Arbeitgeber bei den Soft Skills am häufigsten Einsatzbereitschaft; 31 Prozent geben dies an. Auf dem zweiten Rang liegt mit 24 Prozent Motivation und Interesse am Beruf, auf Rang drei folgen mit 23 Prozent Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit. 21 Prozent der Unternehmen erwarten Flexibilität des Pflegepersonals, 19 Prozent verlangen Selbstständigkeit, 16 Prozent suchen Mitarbeiter mit Empathie und Einfühlungsvermögen.

Außerdem gibt es organisatorische Anforderungen: In jeder zwölften Anzeige wird der Besitz eines Führerscheins verlangt und in drei Prozent der Fälle müssen die Pfleger mit dem eigenen Auto im Einsatz sein. Die Bereitschaft zum Schichtdienst wird in fünf Prozent der Ausschreibungen betont.

Monetäre und andere Anreize zur Gewinnung von Pflegepersonal

In 16 Prozent der Offerten für Pflegepersonal bieten die ausschreibenden Unternehmen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Zehn Prozent weisen auf flexible Arbeitszeiten hin. Finanzielle Anreize in Form von betrieblicher Altersvorsorge offerieren zehn Prozent der Arbeitgeber, neun Prozent weisen auf eine übertarifliche Bezahlung hin. Ebenso viele schaffen finanzielle Anreize mit diversen Zuschlägen.

weitere Informationen unter:
www.adecco.de

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