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Wie sich das Corona-Homeoffice auswirkt

Vater arbeitet am Tisch
Gerade für Eltern ist die Arbeit im Homeoffice oftmals stressig. Foto: © Jürgen Fälchle/AdobeStock

Das zeigt eine
repräsentative Online-Umfrage von Monster Deutschland und der YouGov
Deutschland GmbH
, an der 2049 Personen zwischen dem 13. und 15.05.2020
teilnahmen.

Fast zwei
Drittel der Arbeitnehmer zwischen 25 und 34 Jahren arbeiten momentan von
zuhause, bei den über 55-Jährigen sind es nicht einmal halb so viele
(27 Prozent).

Den Jüngeren, also der Generation Y, gefällt es im Homeoffice weniger
gut als zu vermuten war. Sie haben zwar aktuell mehr Zeit für Privates
(36 Prozent) und versuchen auch im Job das Beste aus der Situation zu
machen (27 Prozent). Jeder fünfte aus dieser Altersgruppe hat Probleme
damit, den Kontakt zu Kollegen aufrechtzuerhalten. Genauso viele geben
an, dass ihnen zuhause die Decke auf den Kopf fällt. Zum Vergleich: In
der Generation 55+ haben nur 9 Prozent dieses Gefühl.

Ob Kinder im Haus sind, wirkt sich in der momentanen Situation
ebenfalls stark auf das Leben der Menschen aus – positiv wie negativ.
Rund 60 Prozent der Befragten mit Kind arbeiten im Homeoffice, von den
Kinderlosen nur 40 Prozent.

Ein Teil der 35-44-Jährigen profitiert vom gewonnenen Spielraum. 24
Prozent von ihnen fühlen sich durch Homeoffice ausgeglichener –
gegenüber durchschnittlich knapp 15 Prozent der restlichen
Altersgruppen. Jeder fünfte von ihnen sagt, Beruf und Familie ließen
sich durch Homeoffice besser koordinieren.

Andererseits zeigt
sich jedoch unabhängig vom Alter der Eltern: Sind zwei Kinder unter 18
Jahren im Haus, fühlt sich etwa jeder vierte gestresster als vorher und
hat das Gefühl, weder seiner Arbeit noch seiner Familie gerecht zu
werden. Ein signifikanter Unterschied zu den 11 Prozent der Kinderlosen,
die ebenfalls gestresster sind und nur 7 Prozent, die das Gefühl haben,
weder Beruf noch Familie oder Partner gerecht zu werden.

Ein weiterer
Belastungsfaktor für viele: Die Aufgabenverteilung im Haushalt. Bei der Verteilung der Aufgaben im Haushalt
zeichnet sich ab, dass Frauen vieles übernehmen. 16 Prozent der Männer,
aber nur 11 Prozent der Frauen finden die Aufgaben fair verteilt. Die
Zahlen deuten also immer noch eine eher klassische Rollenverteilung
hin.