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„Karrierekiller“ Kind und andere Erkenntnisse

Kinder wirken sich negativ auf die Karriere aus - das denken immer noch sechs von zehn Frauen in Deutschland; Bild: © Sangoiri / Fotolia.de
Kinder wirken sich negativ auf die Karriere aus – das denken immer noch sechs von zehn Frauen in Deutschland; Bild: © Sangoiri / Fotolia.de

41 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte finden, dass Kinder einen negativen Einfluss auf den beruflichen Werdegang haben. Das allein könnte schon zu denken geben, doch betrachtet man die Meinung dazu nach Geschlechtern, entsteht der Eindruck, als sei es mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland noch nicht weit her und als hätten Frauen nach wie vor das Nachsehen: Von den weiblichen Berufstätigen sagen sogar 61 Prozent, das Kinder sich ungünstig auf die Karriere auswirken. Bei den männlichen Fach- und Führungskräften sind es nur 28 Prozent. 40 Prozent der Männer denken hingegen, dass Kinder positive Folgen für den Beruf nach sich ziehen; dem können jedoch nur 14 Prozent der Frauen zustimmen.

Wer selbst Kinder hat, beurteilt das Thema noch etwas negativer: 44 Prozent der erwerbstätigen Eltern glauben, dass Kinder einen negativen Einfluss auf die Karriere haben, bei den Kinderlosen sind 39 Prozent dieser Ansicht. Das sind Ergebnisse einer Studie, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Januar dieses Jahres im Auftrag des beruflichen Online-Netzwerks > Xing durchgeführt hat. An der repräsentativen Befragung nahmen 1.010 Fach- und Führungskräfte in Deutschland teil.

Vor allem im Osten noch tabu: die Gehaltshöhe

Im Gegensatz zu Ländern wie Schweden, wo jeder das Einkommen aller Bürger auf Wunsch frei abrufen kann, ist die Frage nach der Höhe des Gehalts für viele Deutschen immer noch tabu: Für 31 Prozent der Umfrageteilnehmer ist es ein absolutes No-Go, unter Kollegen darüber zu sprechen. Doch immerhin etwas mehr als jede vierte Fach- und Führungskraft (27 Prozent) würde auch im Büro Informationen über das eigene Gehalt verraten. Dabei gibt es allerdings Ost-West-Unterschiede: In Westdeutschland sind 28 Prozent der Berufstätigen dazu bereit, über ihren Verdienst zu reden, im Osten lediglich 17 Prozent.

Führungskräfte sind besonders von sich überzeugt

Im Rahmen der Studie wurden die Teilnehmer auch danach gefragt, wie sie ihre Arbeitsleistung einschätzen. Das Ergebnis: Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) insgesamt schätzt die eigene Arbeitsleistung als besser ein als die der Teamkollegen. Befragte mit Fach- oder Personalverantwortung liegen hier mit ebenfalls 56 Prozent voll im Schnitt, während Führungskräfte besonders von sich überzeugt sind; von ihnen glauben 62 Prozent, besser als die Kollegen zu sein.

Liebesaus schlimmer als Kündigung

Den Fach- und Führungskräften wurde außerdem entlockt, was sie schlimmer fänden – vom Chef ent- oder vom Partner verlassen zu werden. Dabei zeigte sich, dass für den Großteil der Befragten die Liebe vorgeht: Gut drei Viertel (78 Prozent) fänden es belastender, wenn sich der Partner von ihnen trennen würde, als vom Arbeitgeber die Kündigung zu bekommen. Nur für neun Prozent wäre eine Entlassung negativer als ein Schlussstrich durch den Partner, wobei es auch hier Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt: Acht Prozent der Männer gegenüber elf Prozent der Frauen gaben an, dass eine Kündigung schlimmer sei als eine Trennung.

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