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KfW-Bank gewinnt den 21. Deutschen Personalwirtschaftspreis

Mit einer nachdenklichen, anerkennenden Laudatio kündigte Thomas Sattelberger, ehemaliger Personalvorstand bei der Telekom, den diesjährigen Gewinner des Deutschen Personalwirtschaftspreises an: Die KfW-Bankengruppe (Foto) konnte mit ihrem Gender Balance Programm punkten. Allerdings bestachen auch die zweit- und drittplatzierten Gewinner – die Deutsche Telekom und die Firma Dornseif – mit ihren Konzepten.

Für die KfW sind Frauenförderung und Work Life Balance kein neues Thema. Bereits seit Jahren wird die Personalpolitik auf Chancengleichheit in allen Führungsebenen des Unternehmens ausgerichtet. Mit Erfolg: Im Vorstand ist die angestrebte Quote von 33 Prozent Frauenanteil bereits erreicht. Um weiblichen Mitarbeitern das Bewusstsein für eine Karriere zu stärken und sie auf eine Führungslaufbahn zu schicken, werden vielfältige Angebote gemacht: Mentoring-Tandems, ein Gender-Balance-Forum oder ein Shadowing-Programm, bei dem interessierte Frauen (aber auch Männer) eine Führungskraft wie ein Schatten mehrere Tage begleiten dürfen. Eine wichtige und gute Voraussetzung, um vor allem Müttern Lust auf Karriere und Beförderung zu machen, ist für Susanne Schäfer, Abteilungsdirektorin Führung, Gleichstellung und Qualifizierung, der Betriebskindergarten: “Wir haben vor Kurzem ein Jubiläum der besonderen Art gehabt: Unser Betriebskindergarten wurde dieser Tage 40 Jahre alt. Darauf sind wir ganz besonders stolz.”
Thomas Sattelberger würdigte die auf allen Ebenen durchgängige Frauenförderung außerordentlich, kritisierte gleichzeitig aber das Vorgehen vieler anderer Konzerne. “Sich auf eine privilegierte Frauenelite zu beschränken ist Humbug. Dann haben wir am Ende genauso viele Goldröcke wie Goldhosen.” Insbesondere in der fest in Männerhand befindlichen Bankenbranche sei die KfW ein leuchtendes Beispiel für echte Gender Balance.

Lesen Sie mehr über das Gender Balance-Konzept in einem Beitrag aus der Personalwirtschaft 11/2013.

Die zweitplatzierte Deutsche Telekom punktete mit ihrem Security Awareness Parcours. In dem auf Informationsaustausch und Datenfluss spezialisierten Konzern ist ein hohes Sicherheitsbewusstsein absolut notwendig – auf allen Mitarbeiterebenen und besonders mit Blick auf das Kundenvertrauen in die Telekom. Doch attraktiv ist das Thema Sicherheit nicht gerade. Daher hat das Unternehmen ein Training entwickelt, das sich nicht wie ein Compliance- oder Sicherheitstraining anfühlt. Dank alltagstauglicher Videos und spielerischer Oberflächengestaltung hat man als User richtig Lust, das nächste Kapitel zu absolvieren. Inzwischen wurde das Programm weltweit weiterempfohlen, sodass es nun in 32 Ländern in 17 Sprachen abrufbar ist.

Hier finden Sie den ausführlichen Bericht über das Projekt.

Dass eine gute Platzierung beim Deutschen Personalwirtschaftspreis nicht von der Größe des Unternehmens und einer entsprechend großen Personalabteilung abhängt, zeigt die Firma Dornseif. Das Winterdienst-Unternehmen beschäftigt 40 feste Mitarbeiter, die 1200 angeschlossene Dienstleister koordinieren müssen. Das erfordert gute Nerven, gute Kommunikation untereinander und hohe Motivation. Das ausgezeichnete Projekt “Dreamwork” fasst zentrale Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit, wie Arbeits-und Gesundheitsschutz, Work Life Balance, Diversity und Umweltmanagement, zusammen. Es zeigen sich bereits erste Erfolge: Seit dem Start des Projekts gab es keine Arbeitsunfälle mehr und auch der Krankenstand ist gesunken. “Wer Wertschätzung, Individualität und Vertrauen lebt, bekommt Traummitarbeiter und eine Traumfirma”, freute sich Geschäftsführer Markus Dornseif.

Lesen Sie mehr über das Dreamwork-Projekt.

Der Deutsche Personalwirtschaftspreis wird von der “Personalwirtschaft” gemeinsam mit der Spring Messe Management GmbH vergeben.

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