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Krankschreibung per Telefon ab Juni nicht mehr gültig

Arbeitnehmende können sich ab dem 1. Juni nicht mehr telefonisch krankschreiben lassen. Um ihre Arbeitsunfähigkeit nachzuweisen, müssen sie sich ab dann wieder in Arztpraxen oder bei einer Videosprechstunde untersuchen lassen. Das teilte der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenhäusern mit. Je nachdem, wie sich die Corona-Pandemie weiterentwickelt, könne die im Frühjahr 2020 eingeführte Sonderregel regional, aber bei Bedarf auch bundesweit wieder eingeführt werden.

Unabhängig vom Corona-Geschehen gelten für die Krankschreibung folgende Grundregeln: Setzt ein gesundheitliches Problem eine körperliche Untersuchung voraus, etwa bei einem Bruch, dann kann die Arbeitsunfähigkeit nicht per Videosprechstunde erteilt werden.

Auch können Ärzte Mitarbeitende per Video nicht für einen so langen Zeitraum krankschreiben, wie sie es durch eine Untersuchung vor Ort können. Beschäftigte, die der Arztpraxis unbekannt sind, dürfen nur eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von bis zu drei Kalendertagen erhalten. Solche Beschäftigte, die den Ärztinnen und Ärzten bekannt sind, können auf Basis einer Diagnostik per Video bis zu sieben Tage krankgeschrieben werden. Eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer Folgeerkrankung können medizinische Expertinnen und Experten nur dann nach einer Videosprechstunde ausstellen, wenn sie die vorherige Erkrankung im direkten Kontakt mit dem oder der Betroffenen festgestellt hatten.

Die telefonische Krankschreibung war kurz nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie als Sonderregel vom Gemeinsamen Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenhaus eingeführt worden. Mit ihr sollten unnötige Kontakte reduzieren und somit das Infektionsgeschehen eingedämmt werden.

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Diversity, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance.