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KI revolutioniert Projektmanagement

Mitarbeiterin betrachtet Projektmanagement-Chart am Laptop.
Laut einer aktuellen Gartner-Prognose werden bis 2030 80 Prozent aller bisherigen Projektmanagement-Aufgaben von Künstlicher Intelligenz übernommen.
Foto: © Kaspars Grinvalds/StockAdobe

Die zunehmende Digitalisierung wirkt sich auch auf das Projekt management aus. Laut einer aktuellen Prognose von Gartner werden bis Ende des nächsten Jahrzehnts nur noch 20 Prozent aller bisherigen Projektmanagement- aufgaben für Menschen übrigbleiben, weil der Rest von Künstlicher Intelligenz (KI) übernommen wird.

Bis zum Jahr 2030 werden 80 Prozent der heutigen Aufgaben im Projekt- management verschwinden, da KI traditionelle Funktionen übernimmt, etwa Datenerhebung sowie Nachverfolgung/Prüfung und Berichterstellung. So lautet eine aktuelle Prognose von > Gartner. Nach Ansicht von Daniel Stang, Vice President Research des Martforschungs- und Beratungsunternehmens, wird Künstliche Intelligenz die Art und Weise revolutionieren, wie Führungskräfte im Bereich Programm- und Projektportfoliomanagement (PPM) Technologie zur Unterstützung ihrer Geschäftsziele einsetzen. Derzeit entsprächen die Tools, die den Verantwortlichen zur Verfügung stehen, jedoch nicht den Anforderungen des digitalen Geschäfts, so Stang.

Disruption des bisherigen PPM-Markts prognostiziert

Nach Ansicht von Gartner sind die Anbieter auf dem heutigen PPM-Softwaremarkt noch nicht so weit, vollständig digitale Projektmanagement-Offices (PMOs) zu ermöglichen. Es sei aber davon auszugehen, dass noch in diesem Jahr erste KI-fähige PPM-Tools auf den Markt kommen. Zunächst werde man sich darauf konzentrieren, Projektmanagement-Profis schrittweise mehr Anwendungsvorteile zu bieten. Später ginge es darum, sie dabei zu unterstützen, bessere Planer und Manager zu werden. Die Marktforscher prognostizieren, dass Technologieanbieter, die sich auf KI, Virtual Reality (VR) und digitale Plattformen konzentrieren, bis 2023 für eine Disruption des PPM-Markt sorgen werden, was zu einer Reaktion der traditionellen Anbieter führen wird.

PPM wird KI-fähige Disziplin

Datenerhebung, Analyse und Berichterstellung machen einen großer Teil der PPM-Disziplin aus. KI wird, so die Vorausschau, die Ergebnisse dieser Aufgaben verbessern. Auch dadurch, dass es mit Hilfe von KI möglich sei, Daten schneller zu analysieren, als dies Menschen könnten, werde das Gesamtergebnis verbessert. Da diese Standardaufgaben mit der Zeit ersetzt werden, werden die PPM-Verantwortlichen ihre Teams mit Mitarbeitern besetzen, die die Anforderungen von KI und intelligenten Maschinen bewältigen können, so die Marktforscher. Statt Tastatur und Maus zu bedienen, könnten PPM- und PMO-Verantwortliche die PPM-Software per Stimme abfragen und Befehle erteilen, sagt Stang. Auch werde es für diejenigen, die sich für die neue Technologie entscheiden, weniger unvorhergesehene Projektprobleme und Risiken aufgrund menschlicher Fehler geben.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.