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Unzureichende Datenanalyse – CDOs als Lösung?

Symbol vernetzter Datenströme, darüber Fragezeichen
Daten gesammelt, doch ohne Erkenntnisgewinn? Laut einer Studie braucht es dafür einen CDO.
Foto: © MH/StockAdobe

77 Prozent der Führungskräfte, die eine wichtige Rolle bei IT-Entscheidungs- prozessen spielen, betrachten Daten als das wertvollste Kapital ihres Unternehmens. 82 Prozent sind überzeugt davon, dass die Geschwindigkeit der Datenanalyse künftig wichtiger wird. Gleichzeitig befürchten jedoch fast drei Viertel (72 Prozent) negative Auswirkungen auf die finanziellen Leistungen des Unternehmens, weil es an Fähigkeiten zur Datenanalyse fehlt oder an der Kompetenz, um daraus echte Erkenntnisse zu gewinnen. Rund zwei Drittel der Manager (67 Prozent) fühlen sich nicht wohl dabei, auf ihre Tools und Ressourcen zur Datenanalyse zuzugreifen oder die Daten zu verwenden.Das zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag von Exasol. Dafür wurden 977 Führungskräfte befragt, die die eine wichtige Beteiligung an Entscheidungsprozessen oder Einfluss auf die IT haben. Die Befragten kommen aus mittelständischen und großen Unternehmen verschiedener Branchen in Deutschland, Großbritannien und den USA, davon 319 aus Deutschland.

Daten sammeln allein reicht nicht

Daten seien zu einem Schlüsselfaktor geworden, so die Studie. Doch ohne die richtigen Analysen und das Ableiten relevanter Erkenntnisse biete das Sammeln von Daten keinen Mehrwert. Unternehmen ohne strategische Job-Positionen im Datenbereich hätten es oft schwerer, Erkenntnisse aus ihren Daten zu gewinnen.

Wir nehmen (…) nach wie vor wahr, dass viele Unternehmen mit alten Datensystemen kämpfen und keine klare Datenstrategie haben. Hier hat es sich bewährt, die Rolle eines Chief Data Officer zu etablieren,

sagt Aaron Auld, CEO von Exasol. Die Position des CDOs stelle sicher, dass Daten optimal für Geschäftsentscheidungen, Differenzierungsmerkmale und finanzielles Wachstum genutzt werden.

CDOs haben vielfältige Aufgaben

CDOs seien zumeist für ein breites Themenspektrum verantwortlich, so die Studie. Zu ihren Aufgaben zählten nicht nur die Bereiche Datenmanagement, Analytik und Ethik, sondern sie kümmerten sich auch darum, die Datennutzung in der Organisation zu verbessern, indem zum Beispiel Datensilos aufgelöst und Daten vernetzt genutzt werden. Auch vermittle ein CDO zwischen der technischen Infrastruktur und der Verwendung der Daten, um das nötige Verständnis im Unternehmen zu schaffen.

Derzeit sind vor allem CIOs und Geschäftsführer für die Datenstrategie verantwortlich

Laut Befragung ist erst knapp jeder vierte der bereits installierten CDOs (24 Prozent) für die übergreifende Datenstrategie des Unternehmens verantwortlich. In der Hälfte der Fälle (49 Prozent) sind noch Chief Information Officers (CIOs) zuständig und in mehr als einem Drittel der Unternehmen (36 Prozent) trägt der CEO die Verantwortung. Die Etablierung eines CDOs hat jedoch nach Ansicht von Auld auch den Vorteil, dass dieser Einblicke in fast alle Unternehmensbereiche habe. Damit könnten Strategien und Infrastrukturen entwickelt werden, die es jeder Abteilung ermöglichen, auf relevante Datenerkenntnisse zuzugreifen. Die Aufgaben von CDOs qualifizierten diese Führungkräfte sogar als ideale Kandidaten für einen zukünftigen CEO.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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