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Macht digitalisierte HR erfolgreicher?

Mann in Business-Outfit zeigt auf Symbole für Automatisierung: Menschen und Roboter
Smart Analytics in HR führt laut einer Studie zu mehr Produktivität.
Foto: © leowolfert/StockAdobe

Die Studie “World-Class HR: Redefining Performance in a Digital Era” von > The Hackett Group kommt zu dem Schluss, HR Smart Analytics oder Smart Automation – unter anderem RPA, AI-Elemente, Sprach- und Bilderkennung und intelligente Datenerfassung – sei Werttreiber Nummer eins für den Produktivitätsfortschritt. Voraussetzung für die volle Abschöpfung des Wertsteigerungspotentials sei allerdings eine einhergehende Optimierung des HR Operating Models.

Mehr Serviceeffizienz durch Automatisierung

Personalabteilungen könnten durch die Digitalisierung ihre Serviceeffizienz und -effektivität steigern und – bei geringerem Personaleinsatz – ihre Kosten signifikant senken. Sogenannte World-Class-Unternehmen arbeiteten im Schnitt mit bis zu mehr als 60 geringerem Personaleinsatz als Firmen, die ihre HR weder digitalisiert noch ihr Operating-Modell angepasst hätten. Als World-Class-Unternehmen bezeichnet The Hackett Group solche Firmen, die in den Leistungskriterien Effizienz und Effektivität im Top- Quartil aller Vergleichsunternehmen liegen. Für die Studie wurden Hunderte von HR Benchmarking- und Performance-Studien ausgewertet. Teilnehmer waren internationale Großunternehmen, darunter DAX- und MDAX-Konzerne.

Steigerung des qualitativen Wertbeitrags der HR-Funktion

Mit der Produktivitätssteigerung gehe auch eine Steigerung des qualitativen Wertbeitrags der HR-Funktion einher, so die Studie. Die Hauptvorteile durch Smart HR seien eine schnellere und effektivere Personalbeschaffung, deutlich verringerte Fehlerraten sowie ein deutlich reduzierter Korrekturaufwand in Schlüsselbereichen wie etwa HR Reporting oder HR Compliance.

Laut Georg Bach, Managing Director Central Europe bei Hackett, bietet HR Smart Automation die Chance, die HR-Performance entscheidend zu verbessern:

So werden Mitarbeiter von transaktionalen und Verwaltungsaufgaben entlastet und können stattdessen für höherwertige, strategische Aufgaben eingesetzt werden,

so Bach. Damit dieses Potential ausgeschöpft werden kann, brauche es aber auch “neue Mitarbeiterprofile mit kritischen Qualifikationen” und adäquate Aus- und Weiterbildungskonzepte zur Steigerung der digitalen Kompetenz. Vor allem gelte es, sich auf wertgetriebene Business-Ansätze zu fokussieren.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.