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Massiver Stellenabbau geplant

Bei VW werden künftig wesentlich weniger Mitarbeiter tätig sein als heute.
Foto: © Blickfang/Fotolia.de
Bei VW werden künftig wesentlich weniger Mitarbeiter tätig sein als heute.
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VW kündigte an, bis zum Jahr 2025 weltweit 30 000 Arbeitsplätze abzubauen, davon 23 000 Jobs allein in Deutschland. Der Abgasskandal hat beim Volkswagenkonzern hohe Kosten verursacht, die nun durch massenhafte Stellenstreichungen aufgefangen werden sollen. Pro Jahr sollen die Ausgaben dadurch und durch weitere Maßnahmen um circa 3,7 Milliarden Euro sinken.

Beobachter sehen Dieselgate allerdings eher als Auslöser einer ohnehin notwendigen Umstrukturierung beim Autobauer. So sagte Mobilitätsexperte Stefan Bratzel gegenüber tagesschau.de, die Transformation in Richtung Elektromobilität hätte sich sowieso früher oder später vollzogen und um einen Elektromotor zusammenzusetzen, brauche man weniger Arbeiter. Zudem seien andere Berufsbilder gefordert, etwa im Bereich Digitalisierung oder Batterietechnik und -verarbeitung. So will VW an anderer Stelle über 9000 neue Stellen schaffen, insbesondere im IT- und Elektronikbereich, auch unter dem Stichwort autonomes Fahren.

VW geht es beim Stellenabbau aber nicht nur um die Einsparung von Kosten und technische Neuerungen. Der “Zukunftspakt”, wie es heißt, soll auch dafür sorgen, dass sich der Umsatz und die Rendite erhöhen, indem der Konzern künftig mit weniger Mitarbeitern mehr Autos baut.

Betriebsbedingte Kündigungen wird es laut Konzernführung nicht geben. Für die Stammbelegschaft soll es, so Volkswagen, bis Ende 2015 eine Beschäftigungsgarantie geben. Die Einsparung der Arbeitsplätze soll hauptsächlich über Altersteilzeitregelungen und die demografische Entwicklung erfolgen. Für die 5700 Leiharbeiter, die VW beschäftigt, gibt es voraussichtlich jedoch keine Zukunft.