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Mehr als jeder zweite Mitarbeiter unzufrieden mit Führungskräften

Nur etwa jeder zweite deutsche Arbeitnehmer ist der Ansicht, dass die Geschäftsleitung sowie die direkten Vorgesetzten des Unternehmens effiziente Arbeit leisten. Lediglich 43 Prozent halten ihre Geschäftsleitung für fähig, flexibel an neue Herausforderungen heranzugehen. Auch der Umgang mit den eigenen Mitarbeitern zählt nicht zu den Stärken des Top-Managements: Lediglich rund die Hälfte der Beschäftigten ist der Meinung, die Geschäftsleitung kontrolliere im Umgang mit Mitarbeitern ihre Emotionen und bewahre Ruhe. Auch die Beachtung von kulturellen und individuellen Unterschieden zur Steigerung des Erfolgs sieht nur etwa jeder Zweite gegeben.

Einen besseren Eindruck bei den Mitarbeitern macht das Top-Management, wenn es darum geht, ein positives Bild der Organisation nach außen zu tragen; 60 Prozent stimmen hier zu. 62 Prozent sagen, die Geschäftsleitung mache deutlich, wie dringend wichtige Geschäftsziele erreicht werden müssen. Das sind Ergebnisse der Global Workforce Study 2014 von Towers Watson, für die mehr als 32.000 Mitarbeiter in 26 Ländern befragt wurden, davon über 1.000 in Deutschland.

Direkte Vorgesetzte kommen auch nicht gut weg

Nur 50 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ihr direkter Vorgesetzter effektive Arbeit leistet. Hohe Unzufriedenheit herrscht auch bei der Verknüpfung von Leistungen und Gehaltsentscheidungen, die nur 32 Prozent als faire Entscheidung empfinden. Vor allem bei der Unterstützung der persönlichen Entwicklung ihrer Mitarbeiter schneiden die Führungskräfte schlecht ab: Nur 40 Prozent sehen sich bei der Leistungsverbesserung durch ihren Vorgesetzten unterstützt. Nicht einmal jeder Dritte ist der Ansicht, dass Gespräche mit dem Vorgesetzten die eigene Entwicklung wirkungsvoll vorangebracht hätten. Ein eher hohes Maß an Zustimmung gibt es dagegen bei der Frage nach einer respektvollen Behandlung der Mitarbeiter (67 Prozent) und der Delegation von Aufgaben, die den eigenen Fähigkeiten entsprechen (59 Prozent). Allerdings sind nur 47 Prozent der Mitarbeiter der Meinung, der Vorgesetzte erkenne gute Arbeit häufig an.

Fast die Hälfte der Mitarbeiter macht Dienst nach Vorschrift

Die Unzufriedenheit mit Top-Management und direkten Vorgesetzten wirkt sich auf das Engagement der Mitarbeiter aus: 47 Prozent der deutschen Arbeitnehmer machen lediglich Dienst nach Vorschrift oder lassen eigene Potenziale ungenutzt. Nur rund jeder dritte Arbeitnehmer (35 Prozent) engagiert sich nachhaltig bei seinem Arbeitgeber. Dort allerdings, wo die Mitarbeiter sowohl das Top-Management als auch ihre Vorgesetzten als effektiv einschätzen, liegt der Anteil an nachhaltig engagierten Mitarbeitern bei 72 Prozent.

Der Studienreport liegt demnächst vor und kann per Mail bestellt werden unter marketing_germany@towerswatson.com.