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Mehr virtuelle Arbeitsplätze aus der Public Cloud

Immer mehr IT-Mitarbeiter gehen ihren Aufgaben außerhalb des Büros nach. Stationäre und mobile Technologien verschmelzen zusehends. Laut einer aktuellen Studie zählt die Workplace-Modernisierung zu den wichtigsten IT-Aufgaben der kommenden Jahre. Dabei rücken virtuelle Arbeitsplätze aus der Public Cloud verstärkt in den Fokus.

Nach wie vor ist die Verbesserung der IT-Sicherheit in Unternehmen ein Dauerthema. 55 Prozent der IT-Verantwortlichen hierzulande sehen sie als wichtigste Anforderung der Unternehmens-IT in den kommenden zwei Jahren an. An zweiter Stelle steht jedoch mit 35 Prozent gleich die Modernisierung der IT-Arbeitsplätze, die vor allem auch die Ermöglichung mobilen Arbeitens zu jeder Zeit einschließt. Von den Young Professionals zählen sogar 46 Prozent die Workplace-Modernisierung zu den wichtigsten Aufgaben. Sie sind auch am unzufriedensten mit der derzeitigen technologischen Ausstattung ihres Arbeitsplatzes. Die stark durch einen “always on”-Lebensstil geprägte Generation Y nutzt im Privaten zum Teil leistungsstärkere Technologie als an ihrem Arbeitsplatz.

Virtuelle Arbeitsplätze wandern in die Cloud

Die Befragten betrachten es generationsübergreifend als essenziell für die Mitarbeiterproduktivität, dass der Zugriff auf Firmenanwendungen von jedem Device möglich ist. Allerdings haben Anwender aktuell nur auf rund die Hälfte (52 Prozent) der für sie relevanten Applikationen geräteübergreifend Zugriff. Die Unternehmen sind jedoch auf dem Weg gegenzusteuern. So will jedes zweite Unternehmen 2017 virtuelle IT-Arbeitsplätze aus der > Public Cloud bereitstellen. Von den Mittelständlern beabsichtigt dies in den kommenden zwölf Monaten immerhin jeder dritte Betrieb. Bislang standen mittelständische Firmen dem Desktop-as-a-Service (DaaS)-Modell eher zurückhaltend gegenüber, doch nun haben sie ihre Skepsis abgelegt und schließen gegenüber großen Unternehmen auf.

Windows 10 treibt die Verschmelzung von Mobile und Desktop IT voran

Die Studie zeigt auch, dass die Einführung von Windows 10 in den Unternehmen auf positive Resonanz stößt, auch wenn viele Firmen Legacy-Applikationen, Endpoints oder Peripheriegeräte im Einsatz haben, die mit dem Betriebssystem nicht kompatibel sind. Auf jeden Fall treibt die Migration auf Windows 10 zusammen mit hybriden Devices die Verschmelzung von Mobile und Desktop IT in den Firmen voran.

Vereinfachungen durch Unified Workspace Management

In den letzten Jahren hat sich in den Unternehmen eine fragmentierte Managementstruktur für traditionelle, virtualisierte und mobile Devices entwickelt. Die Firmen möchten inzwischen jedoch weniger Komplexität. Eine Vereinfachung erwarten sie sich von einem ganzheitlichen IT-Arbeitsplatzmanagement, das sich über mobile und stationäre Devices erstreckt. Jeweils 45 Prozent der befragten IT-Entscheider wollen durch ein Unified Workspace Management den Anwender-Support sowie Zugriffsrechte vereinfachen. 41 Prozent erhoffen sich niedrigere Kosten, die zum Beispiel durch eine Tool-Konsolidierung erreicht werden können.

Voraussetzungen zum Gelingen des Wandels nicht immer gegeben

Im Rahmen der Studie haben viele Befragte geäußert, dass die organisatorischen Weichen für die Workplace-Modernisierung in ihrem Unternehmen noch nicht gestellt sind. Die beste Technologie allen bringt jedoch nichts, wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt ist, so die Studienautoren. Außerdem bräuchten flexible Arbeitskonzepte einen kulturellen Wandel und ein Management, das diesen Wandel auch vorlebe. IT, Personalabteilung und Geschäftsführung müssten die gleiche Vision haben, damit sich die Zusammenarbeit und die Produktivität verbessern.

Die Ergebnisse stammen aus der neuen IDC-Studie “Advanced Workplace Strategies
in Deutschland 2016”. Für die Studie wurden im Juni dieses Jahres 281
IT- und Fachbereichsverantwortliche aus den wesentlichen Branchen in
Deutschland und Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt. Eine Zusammenfassung der Studie kann > hier angefordert werden.