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Corona-Krise etabliert Homeoffice

Frau mit Kaffeetasse und Stift
Die Corona-Krise könnte einen dauerhaften Schub für das Homeoffice bedeuten. Foto: © yossarian6/AdobeStock

Dies zeigt eine Studie des ifo Instituts, die im aktuellen ifo Schnelldienst erscheint. Die Studie basiert unter anderem auf Auswertungen von Daten aus aktuellen ifo Unternehmensbefragungen und einer Mitgliederbefragung des Netzwerks LinkedIn.
In der LinkedIn-Umfrage gaben knapp die Hälfte der Mitglieder in Deutschland an, aufgrund der Pandemie ins Homeoffice gewechselt zu sein. 56 Prozent der Beschäftigten in Deutschland könnten laut der ifo Studie zeitweise von zu Hause arbeiten. Vor der Corona-Pandemie wurde nur etwa die Hälfte dieses Potenzials ausgenutzt.

Zudem zeigt eine Auswertung von Stellenanzeigen und Jobsuchenden auf LinkedIn, dass die Aufrufe von Stellen, die zur Arbeit im Homeoffice ausgeschrieben sind, um mehr als das Doppelte gestiegen sind. Dass Jobs in Zukunft vollständig ins Homeoffice verlagert werden, dürfte, nach Meinung der Umfrage-Experten dennoch die Ausnahme bleiben. Denn gerade der Mangel an sozialen Kontakten im Homeoffice kann dauerhaft eine Belastung sein. Zudem kann der kreative Austausch und der Transfer von Ideen und Wissen nicht vollständig ins Digitale verlagert werden.

Wahrscheinlicher ist, so die Experten, dass sich hybride Arbeitsmodelle zwischen Präsenzarbeit und Homeoffice durchsetzen werden. Durch sie lassen sich die Vorzüge von Autonomie und Flexibilität im Homeoffice und die des sozialen Austauschs im Betrieb vereinen.