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Mit Kindern nur Teilzeit?

Vollzeit oder Kind, Teilzeit oder Karriere? Diese Fragen stellen sich Frauen hierzulande immer noch.
Bild: © kebox/Fotolia.de
Vollzeit oder Kind, Teilzeit oder Karriere? Diese Fragen stellen sich Frauen hierzulande immer noch.
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Der größte Karrierekiller aus Sicht weiblicher Fach- und Führungskräfte hierzulande ist die Doppelbelastung aus Beruf und Familie. Als zweites Karrierehemmnis sehen sie die Angst der Arbeitgeber, eine Frau könnte mutterschaftsbedingt ausfallen. Offenbar gehen sie davon aus, dass sie deshalb nicht die Chance auf eine Führungsposition bekommen oder nicht weiterkommen. An dritter Stelle liegt jedoch die eigene Zurückhaltung der Frauen, eine Führungsposition anzustreben. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie von > Stepstone. Dafür wurden mehr als 15.000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland befragt. Männer und Frauen waren unter den Umfrageteilnehmern zu gleichen Teilen repräsentiert.

Teilzeit: Karrierebremse und verschenktes Potenzial

Die Studie zeigt auch, dass Frauen Teilzeitarbeit als Hemmnis für die Karriere betrachten. Mehr als jede zweite (55 Prozent) Befragte hatte schon einmal das Gefühl, in ihrer beruflichen Entwicklung gegenüber Vollzeitbeschäftigten benachteiligt worden zu sein. Fast jede dritte weibliche Fachkraft (30 Prozent) in Deutschland würde Vollzeit arbeiten, wenn sich die Kinderbetreuung optimal organisieren ließe. Weitere 16 Prozent würden eine Steigerung ihrer Wochenarbeitszeit unter dieser Bedingung zumindest in Erwägung ziehen. Schätzungen von StepStone zufolge beläuft sich die Anzahl von Frauen, die unter den richtigen Voraussetzungen in Vollzeit arbeiten würden, allein unter Fachkräften auf bis zu eine Million.

Jeder zweite Hochschulabsolvent ist heute weiblich. Nie war der Anteil hochqualifizierter Frauen in Deutschland so hoch wie heute. Doch viele Frauen arbeiten familiär bedingt nur in Teilzeit,

kommentiert Sebastian Dettmers, Geschäftsführer von Stepstone, die Studie. Würde man dieses Potenzial für den Arbeitsmarkt nutzen, wäre das ein Meilenstein im Kampf gegen den Fachkräftemangel, so Dettmers.

Elternzeit schadet fast jeder zweiten Frau

Auch Elternzeit hat offenbar negative Folgen für die Karriere von Frauen. 45 Prozent der weiblichen Studienteilnehmer geben an, die Elternzeit habe ihrer Karriere geschadet. Bei den Männern sieht das anders aus: Die große Mehrheit spürt keinerlei Nachteile aufgrund ihrer familienbedingten Auszeit. Diese fällt bei Männern allerdings auch bedeutend kürzer aus – sofern sie überhaupt Elternzeit nehmen: Bei den Frauen beträgt der Anteil derer, die Elternzeit nehmen, 80 Prozent, bei den Männern 30 Prozent. Die Dauer liegt bei Frauen im Schnitt bei über einem Jahr, während Männer sich nur zwei Monate Elternzeit nehmen.