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Mitarbeiter wünschen sich Koexistenz von Homeoffice und Büro

Drei Arbeitskollegen unterhalten sich
In der Firma möchten sich Mitarbeiter vor allem persönlich mit Kollegen austauschen. Ansonsten wünschen sie sich auch nach Corona die Homeoffice-Option.
Foto: © NDABCREATIVITY-stock.adobe.com

Im Auftrag von > Citrix wurden im April und Mai dieses Jahres 7500 Büroarbeiter mittlerer und großer Unternehmen in Deutschland und sechs weiteren Ländern  befragt, die wegen der aktuellen Situation von zuhause arbeiteten. Vor der Corona-Krise haben die deutschen Teilnehmer im Schnitt an circa fünf Tagen pro Monat zuhause gearbeitet Vier von zehn der Angestellten hierzulande (41 Prozent) gaben an, dass sie künftig gerne häufiger im Homeoffice tätig sein würden. Fast ebenso viele (39 Prozent) sagten, dass sie sich flexiblere Modelle wünschen, die es ihnen ermöglichen, einfach zwischen Büro und Home Office zu wechseln. Auch gehen 38 Prozent der Befragten davon aus, dass die Unternehmenskultur insgesamt digitaler wird und es in diesem Zusammenhang künftig mehr flexible Arbeitsmodelle und Telearbeit geben wird.

Das Unternehmen soll künftig vor allem Ort für Austausch und Kollaboration sein

35 Prozent der befragten Arbeitnehmer glauben, dass verstärktes Home Office das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber verbessern wird. Das Büro beim Arbeitgeber sehen fast zwei Drittel der Angestellten (64 Prozent) in Zukunft vor allem als einen Ort für persönliche Treffen mit Kollegen und Kunden, für Austausch und Kollaboration an. Momentan haben allerdings noch 58 Prozent der Umfrageteilnehmer wegen Corona Bedenken, was Coworking- und Hotdesking-Konzepte betrifft.

Bei stimmiger Technologie ist das Homeoffice dem Firmenbüro ebenbürtig

Mit knapp zwei von drei Büroangestellten (63 Prozent) findet die Mehrheit, dass das Homeoffice der Arbeit im Büro mittlerweile ebenbürtig ist, sofern die technologische Ausstattung ausreicht. Zwei Drittel (66 Prozent) sind sogar der Ansicht, dass die Arbeit mit richtigen Technologien im häuslichen Umfeld produktiver ist als im Unternehmen. Gut jeder dritte Befragte (36 Prozent) gibt jedoch an, derzeit auf seinem Arbeitsrechner Software und Tools nutzen, die von der IT-Abteilung nicht genehmigt oder sogar explizit verboten wurden. Den größten Anteil machen dabei Instant-Messenger (53 Prozent) und Videokonferenz-Software (51 Prozent) aus.

Mitarbeiter wünschen sich auch nach der Krise Vertrauen und Autonomie

Jeder vierte Befragte hofft jetzt, dass das während der Homeoffice-Zeit erlebte entgegengebrachte Vertrauen und die größere Autonomie auch in Zukunft erhalten bleiben. Ein Fünftel wünscht sich zudem, dass Arbeitgeber weiterhin das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter im Blick haben. Immerhin jeder Zweite (52 Prozent) ist zuversichtlich, dass es am Arbeitsplatz mehr Verständnis für die menschliche Komponente geben wird. Außerdem stimmen 53 Prozent der Aussage zu, dass die Erfahrungen der letzten Monate dabei helfen werden, traditionelle Hierarchien im Unternehmen aufzuweichen.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.