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Mitarbeiter fühlen sich am Arbeitsplatz nicht sicher

Kollegen mit Masken und Plexiglasabtrennung im Büro
Die Arbeitswelt hat sich seit 2020 komplett verändert. Foto: © memyjo-stock.adobe.com

Eine Studie hat Arbeitnehmer zu ihrer Wahrnehmung und ihren Bedürfnissen hinsichtlich ihrer Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz befragt. Für die Untersuchung im Auftrag des US-amerikanischen Industrieunternehmens Honeywell wurden in Deutschland, Großbritannien, den USA und im Nahen Osten zwischen dem 19. November und dem 1. Dezember 2020 jeweils 500 Arbeitnehmer befragt, die in Gebäuden mit 500 oder mehr Mitarbeitern tätig sind.

Besonders große Bedenken bei der Rückkehr aus dem Homeoffice in die Firma

Im Befragungszeitraum hatte Deutschland mit 66 Prozent die höchste Zahl an Mitarbeitern, die Vollzeit in einem Geschäftsgebäude arbeiteten. Länderübergreifend geben 68 Prozent der Befragten an, dass sie sich bei der Arbeit nicht völlig sicher fühlen. In Deutschland sagen dies 63 Prozent. Wer aus dem Homeoffice an den Arbeitsplatz zurückkehrt, ist noch besorgter: Drei Viertel (75 Prozent) sind skeptisch bezüglich der Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. Weltweit würde sich fast jeder vierte Befragte (23 Prozent) eher nach einem neuen Job umsehen, als an einen Standort zurückzukehren, an dem die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen nicht umgesetzt wurden. In Deutschland teilen nur zwölf Prozent diese Meinung; das ist der geringste Anteil der untersuchten Länder.

Nachlässige Kollegen machen Beschäftigten die meisten Sorgen

Insgesamt sehen 59 Prozent der Arbeitnehmer (in Deutschland 53 Prozent) Kollegen, die die Sicherheitsrichtlinien nicht befolgen, als größte Bedrohung an. 41 Prozent – hierzulande 47 Prozent – halten veraltete Lüftungssysteme für die größere Gefahr. Hierzulande sind zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) der Ansicht, dass ihr Unternehmen oder ihre Organisation mehr für ihre Sicherheit tun sollte. 34 Prozent finden, dass das Gebäudemanagement dafür verantwortlich sei.

Arbeitnehmer achten sehr genau auf die Maßnahmen, die Arbeitgeber ergreifen, um ihre Arbeitsplätze sicherer und gesünder zu gestalten, vor allem, wenn es um die Luftqualität und die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien geht, was früher für manche kein Thema war,

sagt Vimal Kapur, Präsident und Chief Executive Officer von Honeywell Building Technologies.

Mitarbeiter erwarten breites Angebot an Maßnahmen

Als wichtige Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz nannten die Befragten weltweit aus einer vorgegebenen Auswahl in erster Linie Konzepte zu Social Distancing oder obligatorische Masken (49 Prozent), gefolgt von Gesundheitsscreening-Protokollen wie Kontrollen der Körpertemperatur (41 Prozent), verbesserten Reinigungsverfahren (40 Prozent), berührungslosen Türeingängen und Erneuerungen der

Weitere Informationen zu den Befragungsergebnissen gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.