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Mitarbeiter in Krisenzeiten unterstützen

Mit der Corona-Krise gehen weltweit Ängste und Sorgen einher. Das geht aus einer Umfrage von Willis Towers Watson unter 95.000 Mitarbeitern aus multinationalen Unternehmen hervor. Gute Führung und zielgerichtete Unterstützung helfen nicht nur den Beschäftigten bei der Bewältigung der Krise, sondern können auch Produktivitätseinbrüchen entgegensteuern.

Gute Führung hilft Beschäftigte bei der Bewältigung der Krise.
Mit Mitarbeiterbefragungen und Gesprächen erhalten Führungskräfte einen Überblick, wie es um das Wohl der Belegschaft steht. Foto: © JKstock-adobe.stock.com

Ein Lob vorneweg: Mit der Art und Weise, wie ihre Führungskräfte sie in Corona-Zeiten unterstützen, zeigte sich eine sehr große Mehrheit der Befragten zufrieden. So gaben 94 Prozent an, dass sie auf dem Laufenden gehalten wurden. Mit 92 Prozent sahen fast ebenso viele ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden geschützt. Hier biete die Krise tatsächlich eine Chance, glaubt Ariane Köhler von Willis Towers Watson: “Wer jetzt auf die Sorgen seiner Mitarbeiter eingeht und bedarfsgerechte Lösungen schafft, profitiert davon auch über die Krise hinaus.”

Die ist noch lange nicht ausgestanden, wie die im März gestartete > Befragung zeigt. Mehr als neun von zehn Teilnehmern räumten ein, zumindest etwas Angst vor dem Virus zu haben, 55 Prozent auch mehr. Das beeinträchtigt auch die Motivation und die Produktivität: 70 Prozent berichteten über eine gewisse Zerstreuung. 61 Prozent machen sich finanzielle Sorgen.

Arbeitgeber können ihnen auf vielfältige Weise helfen. Ein Beispiel seien Mitarbeiterbefragungen, um ihren Bedürfnissen gerecht werden zu können: “Führungskräfte erhalten so einen schnellen Einblick in das Wohlbefinden der Belegschaft und etwaige Handlungsfelder.”

Auch das Führungsverhalten spiele eine Schlüsselrolle: Vorgesetzte sollten gerade in diesen Zeiten präsent sein, ihren Mitarbeitern Zeit und Aufmerksamkeit widmen und beispielsweise gute Arbeitsergebnisse explizit würdigen. “Sind Mitarbeiter zudem innerhalb des Teams gut vernetzt, fühlen sie sich weniger unsicher und abgelenkt”, so Köhler weiter. Bedarfsgerechte und einfach zugängliche Benefits-Programme könnten zudem beim Abbau von Ängsten helfen und das Engagement der Mitarbeiter hochhalten. Finanziellen Sorgen könne man durch eine starke, zielorientierte Unternehmensleitung sowie passende Financial-Wellbeing-Lösungen begegnen.

David Schahinian arbeitet als freier Journalist und schreibt regelmäßig arbeitsrechtliche Urteilsbesprechungen, Interviews und Fachbeiträge für die Personalwirtschaft.

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