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Mitarbeiter sind gestresst, aber zufrieden

79,1 Prozent der Berufstätigen hierzulande fühlen sich an ihrer Arbeitsstelle wohl. Dennoch gibt fast jeder Zweite (48,9 Prozent) an, einer hohen oder sehr hohen körperlichen Belastung ausgesetzt zu sein. Zwei Drittel der Arbeitnehmer sagen zudem, eine hohe oder sehr hohe psychische Belastung zu spüren.

Arbeitspensum und Konflikte mit Vorgesetzten und Kollegen

Als zentrale Ursachen für den Stress machen 72,5 Prozent der Arbeitnehmer das hohe Arbeitspensum aus. Konflikte mit Vorgesetzten rangieren mit 45,8 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von Konflikten mit Kollegen (43,5 Prozent). Das sind Ergebnisse der aktuellen Studie “Arbeitsmarkt – Perspektive der Arbeitnehmer” der Personalberatung > Orizon. Für die repräsentative Studie befragte das Marktforschungs- und Analyseunternehmen Lünendonk 1.872 Arbeitnehmer, außerdem Auszubildende und Arbeitsuchende.

Dass sich die Mitarbeiter trotz Stress weitestgehend wohl im Job fühlen, ist für Dr. Dieter Traub, CEO von Orizon, nicht unbedingt ein Widerspruch:

Auch stressige Jobs können zufrieden stellen, so lange die Leistung entsprechend honoriert wird und ein Ausgleich stattfindet.

Psychische Belastungen in den 30ern am höchsten

Die Studie untersuchte auch, in welchem Alter sich die Berufstätigen am meisten gestresst fühlen. Besonders betroffen sind die 30- bis 39-Jährigen: 51,2 Prozent von ihnen sehen sich hohen oder sehr hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt und 71,1 Prozent klagen über hohe oder sehr hohe psychischen Belastungen. In dieser Altersgruppe, so die Begründung der Studie, kommen Karriereanspruch und Familienplanung zusammen und führen zu einer Art Lebensstau. Die körperliche Belastung ist allerdings für die 50- bis 59-jährigen Mitarbeiter noch größer: 55,2 Prozent spüren hohe oder sehr hohe körperliche Belastung. Ab 60 sinkt die Belastung in der Eigenwahrnehmung aber wieder auf 36 Prozent ab.

Nachholbedarf im Stressmanagement

Trotz der Klagen über Belastungen unternehmen sowohl die Mitarbeiter als auch die Arbeitgeber relativ wenig, um Belastungen zu vermeiden oder abzubauen. Nur etwa jeder zweite Arbeitnehmer sucht bewusste Erholungsphasen in der Freizeit. Die offene Kommunikation mit den Vorgesetzten pflegen nur 38 Prozent. Ein Drittel der Berufstätigen versucht, über gute Ernährung oder Sport einen Ausgleich zu schaffen. Knapp die Hälfte der Unternehmen ergreift aus Sicht der befragten Arbeitnehmer gar keine Maßnahmen, um Stress zu vermeiden. Immerhin 24,3 Prozent der Arbeitgeber bieten flexible Arbeitszeiten an.

Eine Übersicht mit zentralen Ergebnissen der Studie gibt es > hier als Download.

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