Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Einführung neuer IT-Technologien: Mitarbeiter zu wenig im Fokus

Wütender Mitarbeiter holt aus, um mit Hammer in den PC zu schlagen
Neue IT-Technologien werden nicht immer danach ausgewählt, ob sie nutzerfreundlich sind.
Foto: © Minerva Studio-stock.adobe.com

Die Einführung neuer Software stellt für viele Unternehmen ein Problem dar. 47 Prozent der IT-Manager berichten von Schwierigkeiten der Nutzer. 52 Prozent verzeichnen bei der Implementierung neuer Lösungen eine gestiegene Zahl an Anfragen beim IT-Helpdesk. Als häufigste Probleme bei IT-Projekten nennen 45 Prozent der Unternehmen Herausforderungen durch Altsysteme und 42 Prozent geben an, die Technologie sei zu komplex, um von den Nutzern angenommen zu werden. Das sine Ergebnisse einer Studie im Auftrag der Lenovo Data Center Group. Dafür wurden 1000 IT-Verantwortliche und -Entscheider aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden befragt.

Nutzerfreundlichkeit rangiert bei Entscheidung für IT-Investionen weiter hinten

Die Nutzerfreundlichkeit neuer Software ist offenbar häufig nicht gegeben und rangiert bei den Entscheidungskriterien der Unternehmen für IT-Investionen recht weit hinten: 62 Prozent der befragten IT-Manager geben an, dass sie ausschließlich wirtschaftliche Interessen berücksichtigen. Für 40 Prozent der IT-Teams sind die Kosten der wichtigste Faktor. Die Benutzerfreundlichkeit für Mitarbeiter hat hingegen nur für 29 Prozent Priorität. Auch die Einfachheit der Bereitstellung neuer Technologien spielt lediglich für 28 Prozent eine Rolle. Und nicht mehr als sechs Prozent der europäischen IT-Manager sagen, dass ihre Prozesse zu IT-Entscheidungen den Anwender in den Mittelpunkt stellen.

Jeder Fünfte stellt verminderte Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter fest

Auch wenn sich mehr als 50 Prozent der Projekte im Bereich neuer Technologien nach Aussage der Befragten positiv auf das Unternehmen ausgewirkt haben und 52 Prozent der IT-Manager optimistisch sind, dass neue Technologien die Produktivität verbessern können, gibt es auch Schattenseiten: Gut jeder vierte Befragte (26 Prozent) äußert  Bedenken äußern hinsichtlich der Fähigkeit der Nutzer, die Technologien anzunehmen. Ebenso viele (25 Prozent) gehen davon aus, dass neue Technologien die Komplexität ihrer Infrastruktur erhöhen. Und jeder fünfte Befragte (20 Prozent) stellt fest, dass sich die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitern verringert hat.

Anwender müssen mehr berücksichtigt werden

Die Studienautoren sind der Ansicht, dass Technologien den Anwendern helfen sollte, bessere Ergebnisse zu erzielen statt den Fortschritt zu behindern. Daher sollten Arbeitgeber immer den Anwender im Blick haben. Dazu gehöre, dass die Mitarbeiter durch Schulungsmaßnahmen bestmöglich vorbereitet werden und die Benutzerfreundlichkeit bei der Wahl der neuen Lösung stärker berücksichtigt wird.

Die Studienergebnisse gibt es > hier zum Download.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.