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Mittelstand weniger zuversichtlich als zu Jahresbeginn

Im Frühjahr 2014 waren noch 45 Prozent der mittelständischen Industriebetriebe der Meinung, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen verdienten die Note “(sehr) gut” – aktuell sind es nur noch 37 Prozent. Zudem rechnet jedes fünfte Unternehmen für die kommenden zwölf Monate mit schlechten bis sehr schlechten wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.

Zahlreiche Sorgen trüben die Stimmung

Sorge bereiten den Mittelständlern vor allem die möglichen Veränderungen bei der Erbschaftsteuer, die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise und die Schuldenkrise in Europa. 64 Prozent der Unternehmen sehen bei einem Wegfall der Verschonungsregeln in der Erbschaftsteuer den Bestand ihres Betriebs gefährdet. Fast die Hälfte (48 Prozent) geht in einem solchen Fall davon aus, Beschäftigung abbauen zu müssen. Dies zeigt das BDI/PwC-Mittelstandspanel, das gestern in Berlin vorgestellt wurde und für das das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn gemeinsam mit TNS Emnid 1.424 Unternehmen des industriellen Mittelstandes befragt hat.

Unzureichende Qualifikation führt zu unbesetzten Stellen

Ungeachtet der konjunkturellen Unsicherheiten spüren die Mittelständler zunehmend den Druck durch die Verknappung des Arbeitskräfteangebotes. Fast 88 Prozent der Unternehmen melden aktuell Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen. Für rund 67 Prozent der Unternehmen ist dabei das Fehlen der erforderlichen Qualifikation Hauptgrund für die Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung. Probleme gibt es vor allem bei der Rekrutierung von Fachkräften mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und bei der Besetzung von Ausbildungsstellen.

64 Prozent der befragten Unternehmen investieren in die eigene betriebliche Ausbildung. Außerdem versuchen die Firmen, mit flexiblen Arbeitszeitmodellen oder individuellen Lösungen für Bewerber attraktiv zu sein. Dennoch sehen die Betriebe die Politik zunehmend in der Pflicht: Neun von zehn Firmen fordern die Verbesserung der allgemeinen schulischen Ausbildung.

Kleine Betriebe haben höheren Frauenanteil in Führungspositionen

Je kleiner das Unternehmen, desto mehr Frauen gibt es in Führungspositionen. In kleinen Betrieben mit weniger als 20 Beschäftigten liegt der Anteil an weiblichen Führungskräften bei rund einem Viertel – in Großunternehmen sind nur knapp zehn Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt. Rund 49 Prozent der Unternehmen ohne weibliche Führungskräfte geben an, dass nach ihrer Meinung Frauen für Führungspositionen nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind.

Weitere Informationen unter:
www.pwc.de/mittelstandspanel

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