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Mitarbeiterzufriedenheit nach Branchen und Motivationsfaktoren

Mitarbeiter der ITK-Branche gehen morgens besonders gern und motiviert zur Arbeit.
Foto: © WavebreakMediaMicro/Fotolia.de
Mitarbeiter der ITK-Branche gehen morgens besonders gern und motiviert zur Arbeit.
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Immerhin gut drei Viertel der Berufstätigen hierzulande (78 Prozent) freuen sich an mindestens jedem zweiten Morgen auf die Arbeit. Besonders motiviert sind Mitarbeiter aus der Informations- und Telekommunikationsbranche: 60 Prozent von ihnen geben an, dass sie sich immer oder fast immer auf ihren Job freuen, wenn sie morgens aufstehen. Auf Platz zwei mit 57 Prozent befinden sich Beschäftigte im Tourismus und der Gastronomie und knapp dahinter mit 56 Prozent Mitarbeiter der Automobilbranche. Es folgen Beschäftigte im Textilsektor (52 Prozent), in der Finanzbranche (51 Prozent), der Lebensmittelbranche (47 Prozent), im Maschinenbau und im Gesundheits- und Sozialwesen (je 43 Prozent). Am unteren Ende der Skala liegen Mitarbeiter aus der Medien- und Werbebranche, von denen lediglich ein knappes Drittel (32 Prozent) immer oder meist mit Freude die Arbeit antritt, sowie Beschäftigte der Chemiebranche mit nur 30 Prozent. Das sind Ergebnisse einer Langzeitstudie von Qualtrics. Dafür wurden im Mai und im November 2017 1000 vollbeschäftigte Arbeitnehmer zu ihrer persönlichen Arbeitssituation, Jobzufriedenheit, Arbeitsmotivation und den ihr Berufsumfeld bestimmenden Faktoren befragt.

Wichtigster Motivationsfaktor: Anerkennung durch Vorgesetzte

Die Studie identifizierte zehn Faktoren, die maßgeblich für die Motivation der Mitarbeiter sind: Auf den ersten Plätzen stehen die Anerkennung durch den Vorgesetzten, Vertrauen in das eigene Team, Vertrauen in die oberste Führungsriege und Vertrauen der Führungskräfte in die Mitarbeiter. Es folgen die Fähigkeit der Führungskräfte, Probleme zu lösen, eine gesunde Work Life Balance, das Wissen um den eigenen Beitrag zu den Unternehmenszielen, emotionale Ausgeglichenheit, faire Entlohnung und die Identifikation mit der Arbeitsstelle. Das Gehalt befindet sich als Motivationsfaktor also erst an vorletzter Stelle. Stattdessen kommt es vor allem auf gute Führung und Anerkennung, eine vertrauensvolle Atmosphäre unter Kollegen und ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Job und Privatleben an.

Vertrauen in Führungskräfte im Schnitt nur mittelmäßig

Von jenen Befragten, die meistens Anerkennung für gute Arbeitsleistung erfahren, gehen 86 Prozent fast täglich mit einer positiven Grundstimmung zur Arbeit. Von den Berufstätigen, die fast nie diese Wertschätzung erfahren, freuen sich nur 14 Prozent auf den Job. Insgesamt geben 62 Prozent der Studienteilnehmer an, dass sie ihren Teamkollegen häufig oder immer vertrauen; nur zwölf Prozent vertrauen ihrem Team gar nicht bis wenig. Auf einer Skala von eins (wenig Vertrauen) bis fünf (sehr viel Vertrauen) liegt der Durchschnittswert für das Vertrauen in die Kompetenz der Führungskräfte im Branchendurchschnitt nur bei 2,4. Die Befragung zeigt auch, dass sich mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Mitarbeiter, die mit ihrer Work Life Balance sehr zufrieden sind, fast täglich auf ihre Arbeit freuen. Außerdem sagen 82 Prozent derjenigen, die sich ihres Beitrags zu den Zielen des Unternehmens sehr eindeutig bewusst sind, mit ihrer Arbeitsstelle zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Ihr Gehalt erleben rund zwei Drittel (64 Prozent) der Studienteilnehmer als ihrer Leistung angemessen oder als sehr angemessen.

Nähere Informationen über die Zufriedenheit der befragten Mitarbeiter in den jeweiligen Branchen gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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