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Mütter landen in der Teilzeitfalle

Gefangen: Mütter nehmen sich beruflich oft auf Dauer zurück.
Bild: © ra2 studio/Fotolia.com
Gefangen: Mütter nehmen sich beruflich oft auf Dauer zurück.
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Zum ersten Mal untersuchte eine Studie, wie Paare mit kleinen Kindern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf leben wollen. Dabei stellte sich heraus, dass die bisher gelebten Modelle von Paaren nur zum kleinen Teil den eigenen Idealvorstellungen entsprechen.

Mit dem ersten Kind werden die Berufsperspektiven zementiert

Die Entscheidungen zur partnerschaftlichen Aufgabenteilung in Familien werden von den Wünschen nach Zeit für Familie, Wertvorstellungen, dem Einkommen, den Bedingungen der Arbeitswelt und den Betreuungsmöglichkeiten beeinflusst. Wie sich Eltern die Aufgaben nach der Geburt des ersten Kindes aufteilen, entscheidet über die künftigen Berufsperspektiven.

Vor der Geburt sind 71 Prozent der Paare in Vollzeit erwerbstätig, nach Geburt und Elternzeit nur noch 15 Prozent, mehr als die Hälfte wechselt in ein Modell mit Vollzeit des Vaters und Teilzeit der Mutter. Viele berufstätige Eltern bleiben dann bei dieser Lösung. Das sind Ergebnisse der aktuellen Allensbach-Studie “Weichenstellungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf”. Für die repräsentative Studie wurden mehr als 3.000 Mütter und Väter befragt, die als Paare mit ihren Kindern unter sechs Jahren zusammenleben.

Eltern brauchen flexible Angebote der Arbeitszeitgestaltung

Im Zusammenhang mit der Geburt des ersten Kindes träfen Paare Entscheidungen, die vor allem das weitere Leben von Frauen langfristig verändern, kommentierte Prof. Renate Köcher vom IfD Allensbach die Ergebnisse und ergänzte:

Die meisten (Frauen) stecken nicht nur kurzfristig, sondern für viele Jahre, oft für immer, beruflich zurück – mit gravierenden Auswirkungen auf berufliche Chancen und Rentenansprüche.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, die die Studie diese Woche gemeinsam mit Renate Köcher in Berlin vorgestellt hat, plädierte für eine neue Familienarbeitszeit, damit Eltern nicht an den Rahmenbedingungen scheiterten, sie sie vorfinden. Sie bräuchten gute und flexible Angebote der Arbeitszeitgestaltung, damit Frauen nicht in der “Teilzeitfalle” und Väter nicht in der “Vollzeitfalle” fest stecken.

Der Bericht zur Studie kann > hier abgerufen werden.