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Neun Prozent der Corona-Infizierten gehen normal arbeiten

Mitarbeitende, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben, bleiben nicht unbedingt zu Hause und ruhen sich aus. Neun Prozent der Angestellten gehen trotz eines positiven Corona-Tests bei einem milden Verlauf der Krankheit in den Betrieb und dort ihrer Arbeit nach. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Studie der provona BKK, die im September unter rund 1.200 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durchgeführt wurde.

Im Homeoffice arbeiten 17 Prozent der Erkrankten, deren Corona-Infektion mild verläuft. Weitere 17 Prozent melden sich krank und isolieren sich für ein paar Tage. Sind die schlimmsten Symptome weg, nehmen sie ihre Arbeit wieder auf. 33 Prozent der betroffenen Mitarbeitenden bleiben so lange zu Hause, bis sie wieder gesund sind. Damit kurieren sich Angestellte eher bei einer Corona-Infektion aus als bei Rückenschmerzen (49 Prozent gehen arbeiten), Allergiebeschwerden (38 Prozent), psychosomatischen Problemen (35 Prozent), einem Infekt (20 Prozent) oder Erkrankungen der Atemwege (18 Prozent). Nur 28 Prozent der Beschäftigten bleiben bei einer Erkrankung jeglicher Form konsequent zu Hause und arbeiten nicht.

„An der Gewohnheit vieler Beschäftigter am Arbeitsplatz präsent zu sein, scheinen die Erfahrungen mit dem Infektionsschutz während der Corona-Pandemie nichts geändert zu haben“, sagt Gerd Herold, Beratungsarzt der pronova BKK.

Jüngere Arbeitnehmer sind immer häufiger krank

Was die Corona-Pandemie allerdings beeinflusst hat, scheint der Gesundheitszustand der jüngeren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu sein. Sie sind laut der Krankenkassen-Untersuchung häufiger krank als noch vor zwei Jahren. Derzeit sagen 64 Prozent der 18- bis 29-Jährigen, dass ihr Gesundheitszustand gut oder sehr gut ist. Das sind 14 Prozent weniger als 2020 und drei Prozent weniger als derzeit innerhalb der Gesamtbevölkerung.

„Die Corona-Krise hat denen zu schaffen gemacht, die sich am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn befinden, ihren Abschluss im Lockdown gemacht haben oder ihre Berufsentscheidung treffen mussten“, sagt Herold. „Die Belastungen machen sie anfälliger für Infekte und haben psychische Leiden gefördert.“ Generell fühlen sich die jüngeren Mitarbeitenden derzeit in ihrem Arbeitsalltag gestresster und arbeiten häufiger, wenn sie krank sind als ihre älteren Kolleginnen und Kollegen.

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Diversity, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance.

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