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Xing zeichnet neue Konzepte der Arbeit aus

Vertreter der drei Gewinnerfirmen aus etablierten Unternehmen mit dem New Work Award in HändenFirmenvertreter
Firmenvertreter von von MAN, T-Systems und Music4friends, die in der Kategorie “Etablierte Unternehmen” die New Work Award erhielten.
Foto: Xing

Um den > New Work Award 2018 hatten sich mehr als 130 Unternehmen beworben. Eine Expertenjury erstellte zunächst eine Shortlist mit den jeweils sechs vielversprechendsten Initiativen und Persönlichkeiten in den Kategorien “Etablierte Unternehmen”, “Junge Unternehmen” und “New Worker”. Im letzten Schritt entschieden die Online-Nutzer mit knapp 50 000 abgegebenen Stimmen darüber, welche Firmen und New Worker den Preis bekamen.

Etablierte Unternehmen: Agile Arbeitsformen, Kollaboration und Azubis als Entscheider

In der Kategorie “Etablierte Unternehmen” gelangte der Nutzfahrzeughersteller MAN auf Platz eins. Jury und Online-Nutzer würdigten, wie die Firma ihre über 250 Jahre alte Tradition mit der sich beschleunigenden Digitalisierung und den damit verbundenen Innovationen vereinbart. MAN hat auf 300 Quadratmetern eine Zukunftswerkstatt eingerichtet, in der gemeinsam mit Agile Coaches neue Arbeitsweisen erprobt und anschließend in das gesamte Unternehmen getragen werden. So soll im Unternehmen Schritt für Schritt eine Kultur der flexiblen Zusammenarbeit entstehen. Der zweite Platz ging an T-Systems mit dem Projekt “Magenta Lighthouse” – eine unternehmensinterne Initiative für mehr Kollaboration und Agilität, mit der Selbstbestimmung und intrinsische Motivation der Belegschaft  gesteigert wurden. Auf Platz drei kam Music4friends, eine Künstleragentur, die ihren Auszubildenden einen Monat lang die Geschäftsführung und damit Verantwortung und Handlungsfreiheit übergibt.

Junge Unternehmen: Flexible Vier-Tage-Woche, Positionstausch und Selbstbestimmung

In der Kategorie “Junge Unternehmen” gewann Intraprenör den ersten Preis mit dem selbsternannten “Prototyp für Neues Arbeiten”. Die Firma definiert Erfolg nicht über maximalen Profit, sondern über maximale Flexibilität aller Mitarbeiter. Intraprenör hat eine vier Tage-Woche und ein achtwöchiges Sommer-Sabbatical etabliert. Die Flexibilität führt dazu, dass die Belegschaft ihre Kreativität besser in Unternehmenskultur und Projekte einbringen kann. Auf dem zweiten Rang in dieser Kategorie folgt das Mode-Startup About You, eine Tochterfirma von Otto. Mit dem Anspruch, Flexibilität und Freiheit der Mitarbeiter zu fördern, entstand der Gedanke, die Positionen innerhalb der Entwicklungsabteilung flexibel zu tauschen und in der Rolle des “Circle Lead Developers” die eigenen Führungsqualitäten auszubauen. Den dritten Platz sicherte sich Einhorn, ein junges Unternehmen, das nachhaltig produzierte und vegane Kondome in Designerverpackungen verkauft. Einhorn überzeugte mit einem ganzheitlichen Ansatz, bei dem die Mitarbeiter ihre Aufgaben selbst wählen und die Gehälter in der Gruppe bestimmt werden. Außerdem gibt es keine Beschränkung der Urlaubstage.

Fünf Persönlichkeiten als “New Worker” ausgezeichnet

Mit dem “New Worker” wurden in diesem Jahr zum zweiten Mal außergewöhnliche Persönlichkeiten ausgezeichnet, die neue Konzepte leben. Der Preis wurde fünfmal verliehen: Sabine Kluge, Robert Harms und Ronny Großjohann haben bei Siemens eine selbstorganisierte Fertigung entwickelt, auf diese Weise individuelle Entscheidungsfreiheit in die Fertigungshalle gebracht und das Unternehmen aus der Mitte heraus verändert. Christoph Magnussen berät Unternehmen bei der Einführung neuer Arbeitsmethoden und gewinnt mit seinem Podcast “On the way to new work” immer mehr Hörer. Michael Schmutzer hat in allen Metropolregionen Deutschlands Co-Working-Standorte aufgebaut und gibt Berufstätigen damit eine analoge Heimat in der digitalen Welt.

In Kürze werden wir über die Gesamtveranstaltung einen Nachbericht veröffentlichen.