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Sichtbare Zeichen für die gelebte neue Arbeitswelt

Gruppenfoto der Sieger New Work Award 2019
Die Gewinner der New Work Awards 2019 strahlen um die Wette. Foto: Xing/Gordon Welters

Wer würde nicht gerne die Arbeitszeit hochkonzentriert und gewissenhaft nutzen? Doch Besprechungen, lange Telefonate oder der ständige Griff zum Smartphone machen dies oft unmöglich. Das Unternehmen Rheingans Digital Enabler hat sich das Problem zu Herzen genommen und zieht konsequent einen 5-Stunden-Arbeitstag durch. Die Angestellten arbeiten hier selbstorganisiert, Meetings werden möglichst kurz und zielorientiert gehalten, Störfaktoren wie Smalltalks am Morgen oder eben Handy-Mania werden vermieden. Das hat die Jury und die Online-Community des New Word Awards begeistert. Die Bielefelder Agentur hat damit den ersten Platz in der Kategorie Unternehmen gewonnen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Alnatura mit seiner “Führung durch den Kunden” und das österreichische Unternehmen Wohnwagon, das nachhaltige Tiny Houses mit Selbstversorgerprinzip baut.

Innovative, neue Formen der Zusammenarbeit finden

Doch auch Teamleistungen und -initiativen werden beim New Work Award ausgezeichnet. Mit einer Working Out Loud-Initiative konnte Bosch in dieser Kategorie überzeugen. Hier wechselt ein Team je nach aktueller Aufgabe seine Zusammensetzung und arbeitet fast ausschließlich virtuell, offen und transparent zusammen. Das steigert einerseits die Agilität, aber auch die Selbstorganisation und -bestimmung. Auf den zweiten und dritten Plätzen landeten ebenso alt-ehrwürdige Unternehmen. Die Hamburger Hochbahn etwa hat einen Kulturwandel angestoßen und nutzt hierbei erfolgreich agile Methoden. Bei der Merck Gruppe, die schon 350 Jahre zählt, wurde ein Innovations-Ökosystem geschaffen, wo sich Mitarbeiter und Externe zusammenfinden können, um Neues zu kreieren.

Auch der Einzelne kann für Andere New Work vorantreiben

In der Kategorie der New Worker 2019 wurden drei Einzelpersonen prämiert. Dalia Das hat eine Schule gegründet, die in nur drei Monaten Studienabbrecher und Quereinsteiger zu Softwareentwicklern und Data Scientists ausbildet. Für seine Plattform Sidepreneur.de wurde Peter-Georg Lutsch ausgezeichnet. Hier werden Erwerbstätige unterstützt und zusammengebracht, die neben dem Beruf ein Business oder ein neues Produkt aufbauen. Ebenfalls als New Worker darf sich Georg Gastgeiger bezeichnen. Er hat hoch in den Alpen einen uralten Hof als New Work Retreat etabliert.

Trotz Veränderung an etwas festhalten können

In diesem Jahr wurde beim New Work Award zudem ein Sonderpreis vergeben. Das Team um die Initiative “Rituals for Change” konnte diese Auszeichnung für sich beanspruchen. Es hat einen Design-Prozess entwickelt, mit dem jedes Unternehmen ganz eigene, individuelle Rituale entwickeln und einführen kann, die bei Change-Projekten Halt und Orientierungspunkte geben sollen.


Der New Work Award wird von Xing ausgelobt und im Rahmen der New Work
Experience verliehen. Zunächst erstellte für die diesjährige sechste
Verleihung eine 11-köpfige Jury aus den gut 200 Bewerbungen eine
Shortlist der interessantesten Initiativen und Personen. Zu dieser Liste
haben mehr als 30.000 User online ihre Stimme abgegeben und so wurden
die Sieger ermittelt. 

Weitere Infos finden Sie auf der › Website von Xing. In der Personalwirtschaft 04/2019 werden wir ausführlich über die New Work Experience und die Preisverleihung berichten.

+++ Weiterlesen zu New Work Award und New Work Experience +++

– 2018: Xing zeichnet neue Konzepte der Arbeit aus

– Bilderstrecke zur New Work Experience 2018

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