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Optimistisch, aber nicht ganz zufrieden

Sehnsucht nach mehr Work-Life-Balance: Die im Job verbrachte Zeit macht den Deutschen am meisten Sorgen.
Foto: © deagreez/Fotolia.de
Sehnsucht nach mehr Work-Life-Balance: Die im Job verbrachte Zeit macht den Deutschen am meisten Sorgen.
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60 Prozent der Arbeitnehmer hierzulande haben Vertrauen in die Zukunft Deutschlands. Im weltweiten Vergleich geben sich nur 54 Prozent so optimistisch. Über drei Viertel der Deutschen (78 Prozent) haben außerdem Vertrauen in die Zukunft ihres Arbeitgebers. In anderen Ländern bejahen dies nur gut zwei Drittel (69 Prozent) der Beschäftigten.

Arbeitszeit bereitet die größten Sorgen

Die größte Sorge der deutschen Berufstätigen im beruflichen Kontext ist die mit Arbeit verbrachte Zeit; 37 Prozent geben dies an. An zweiter Stelle steht mit 33 Prozent die Sorge um das Gehalt und 31 Prozent machen sich Gedanken um den Erhalt des Arbeitsplatzes. Im weltweiten Vergleich zeigt sich ein gegensätzliches Bild: Die meisten Arbeitnehmer (42 Prozent) machen sich die größten Sorgen um ihr Gehalt. Die mit Arbeit verbrachte Zeit bereitet lediglich 26 Prozent Kopfzerbrechen. Das sind Ergebnisse des Edenred-Ipsos-Barometers 2016. Für die europaweite Studie, die seit 2008 jährlich durchgeführt wird, wurden in diesem Jahr mehr als 14 000 Mitarbeiter aus 15 Ländern befragt, davon rund 800 in Deutschland.

Die Befragungsergebnisse spiegeln nach Ansicht von Christian Aubry, Geschäftsführer von Edenred Deutschland, die unterschiedlichen wirtschaftlichen Situationen der einzelnen Länder wider.

Ist das Wirtschaftswachstum geringer als in Deutschland, ist ein ausreichendes Gehalt ein großes Thema. Die Zeit, die für die Arbeit aufgewandt wird, spielt dann eher eine nebensächliche Rolle,

so Aubry.

Zahl der Demotivierten nimmt zu

In Zusammenhang mit der Sorge um die Work-Life-Balance steht laut Studie möglicherweise auch die sinkende Arbeitsmotivation der Befragten in Deutschland: Während 2015 noch 22 Prozent von sinkender Motivation sprachen, sind es jetzt 26 Prozent. Ein weiterer demotivierender Faktor könne die Unzufriedenheit der Bundesbürger mit ihrer Kaufkraft sein: Ebenfalls 26 Prozent von ihnen gaben an, mit ihren zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln nicht zufrieden zu sein; das sind drei Prozent mehr als im letzten Jahr.

Mitarbeiter erwarten mehr freiwillige Arbeitgeberleistungen

Um ihre Kaufkraft zu erhöhen, erwarten die deutschen Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber Zusatzleistungen. So sagten zwei Drittel der befragten Mitarbeiter, dass sie sich Zuschüsse für gesundheitsfördernde Maßnahmen wünschen. Mehr als jeder zweite Befragte gab außerdem an, dass er sich über einen Fahrtkostenzuschuss für den Weg zur Arbeit freuen würde. Als weitere Arbeitgeberleistungen nannten die Studienteilnehmer Zuschüsse für Verpflegung und Kinderbetreuung, Unterstützung für die Betreuung von Alten und Kranken sowie Ernährungsberatung.

Die vollständigen Studienergebnisse stehen als > PDF-Datei zur Verfügung.